Print-Markt
17.02.2010
Exklusiv: Ex-WAZ-Manager Gregor Stemmle bringt Flieger-Magazin
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17.02.2010
Meine beruflichen Wurzeln liegen im Familienunternehmen. Ich kenne also beide Seiten. Zur Zeit treibt mich das Unternehmertum - obwohl ich mich als Manager bei Axel Springer sehr wohlgefühlt und eine Menge gelernt habe.
Welche Idee steckt hinter Ihrer Firma fflink, deren alleiniger Eigentümer Sie sind?
Ich habe mir auf die Fahnen geschrieben, Online-Brands in die Printwelt zu führen. Ich sehe hier ein echtes Potenzial. Es gibt eine Menge Online-Content, der - entsprechend aufbereitet - in Print funktionieren könnte.
An welche Sites denken Sie?
Mein Grundsatz lautet: Die Site muss bereits eine hohe Reichweite haben und als Marke funktionieren. Darüber hinaus sollte sie redaktionellen wie auch User-generierten Content vorhalten. Ist das der Fall, steht einer Diversifizierung in Print eigentlich nichts entgegen. Das Printprodukt liefert nicht nur zusätzliche Funktionalitäten und macht die Marke haptisch erlebbar. Mit dem Auftritt des Printprodukts bieten sich zusätzliche Möglichkeiten, den Markenkern beziehungsweise die Markenbotschaft zu transportieren. Eine solche Ergänzung macht für viele Online-Angebote Sinn.
Fakten zu Loopin
Zielgruppe: Piloten, Flugschüler, Flugzeughalter
Erscheinungsweise: monatlich
Auflage: 40.000
Copypreis: Heft geht gratis an registrierte Nutzer
Es gibt schon eine gewisse Skepsis der Online-Manager gegenüber der Printwelt. Sie erinnert sehr an die Skepsis der Verlagsleute gegenüber dem Internet vor 15 Jahren. Hinzu kommt, dass sich die Online-Marken im Krisenjahr 2009 stark auf ihr Kerngeschäft konzentriert haben und der Wille, neue Wege zu gehen, nicht so ausgeprägt war. Beides ändert sich gerade.
Wie könnte denn so eine Kooperation mit einer Internet-Firma aussehen?
Ich glaube an Print, habe aber größtes Verständnis, wenn das Management einer Online-Marke zögert, sich in das kerngeschäftsferne Feld einer Print Publikation vorzuwagen. Deshalb bin ich bereit, bei einer Kooperation auch unternehmerisches Risiko zu übernehmen. Hinsichtlich der Modelle bin ich völlig offen. Das können klassische Lizenzgeschäfte sein, aber auch andere Formen der Kooperation.
Weiterlesen: Alles zum neuen Magazin "Loopin"
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