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von Roland Pimpl,
Redakteur / Korrespondent Hamburg

Doppelte Auflage: "Spiegel" will mit Kultur-Supplement im Vertriebs- und Werbemarkt punkten


Künftig mit 900.000 Exemplaren am Start: der Kultur Spiegel 

Künftig mit 900.000 Exemplaren am Start: der Kultur Spiegel

Gleich drei Erwartungen richtet Christian Schlottau, Leiter Unternehmensbereich Marketing beim "Spiegel", an das Themen-, Termin- und Rezensionssupplement "Kultur Spiegel".
 
Das Heft wird mit seiner Februar-Ausgabe, die am kommenden Montag erscheint, künftig nicht mehr nur der Abonnentenauflage des Wochenmagazins einmal pro Monat beiliegen, sondern auch den "Spiegel"-Exemplaren im Einzelverkauf. Damit verdoppelt "Deutschlands größtes Kulturmagazin" (Eigenwerbung) seine Auflage auf rund 900.000 Hefte.
"Spätestens jetzt wird der 'Kultur Spiegel' zum Basismedium für die Kulturbranche und für Werbungtreibende auf der Suche nach planbaren, trendigen Umfeldern", sagt Schlottau. Er erwartet neue Kunden, etwa Buch- und Musikverlage sowie Hersteller von Kosmetik und Unterhaltungselektronik, die sich Werbung im "Spiegel" bisher nicht leisten mochten. Dieser "Nebeneingang zur 'Spiegel'-Leserschaft" (Schlottau) kostet 22.500 Euro pro Seite. Das sind 51 Prozent mehr bisher - allerdings bei verdoppelter Auflage. Durch diese Kalkulation sollen sich die Supplement-Werbeerlöse von brutto 2,3 Millionen (2007) auf 4,5 Millionen Euro verdoppeln.
 
Will mit dem "Kultur Spiegel" hoch hinaus: Christian Schlottau 

Will mit dem "Kultur Spiegel" hoch hinaus: Christian Schlottau

Das Erreichen der weiteren Ziele unterstützt Schlottau mit einer PoS- und Anzeigenkampagne mit siebenstelligem Bruttobudget (Agentur: Wire, Hamburg): Das Kultur-Supplement, das seit 1995 erscheint, soll dabei helfen, die Einzelverkäufe des "Spiegel" zu stärken und neue, jüngere Leser an das Magazin heranführen. "Im ,Kultur Spiegel` können wir das kreative Potenzial des 'Spiegel' besser nutzen und somit der Bedeutung der Kultur für das Magazin besser gerecht werden", sagt Redaktionschefin Marianne Wellershoff.
 
Sie und Schlottau denken derzeit nicht daran, den "Kultur Spiegel" als eigenständigen Titel an den Kiosk zu bringen. Denkbar seien indes unterjährige Sonderhefte nach dem Vorbild des monothematischen One-Shots "Spiegel Kultur", das sich 2004 aus dem Stand heraus und nahezu ohne Werbeaufwand über 93.000 Mal zum Copypreis von 3 Euro am Kiosk verkaufte - mit rund 30 Anzeigenseiten.
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