23.01.2008
Beileger
Doppelte Auflage: "Spiegel" will mit Kultur-Supplement im Vertriebs- und Werbemarkt punkten
Gleich drei Erwartungen richtet Christian Schlottau, Leiter Unternehmensbereich Marketing beim "Spiegel", an das Themen-, Termin- und Rezensionssupplement "Kultur Spiegel".
Das Heft wird mit seiner Februar-Ausgabe, die am kommenden Montag erscheint, künftig nicht mehr nur der Abonnentenauflage des Wochenmagazins einmal pro Monat beiliegen, sondern auch den "Spiegel"-Exemplaren im Einzelverkauf. Damit verdoppelt "Deutschlands größtes Kulturmagazin" (Eigenwerbung) seine Auflage auf rund 900.000 Hefte.
"Spätestens jetzt wird der 'Kultur Spiegel' zum Basismedium für die Kulturbranche und für Werbungtreibende auf der Suche nach planbaren, trendigen Umfeldern", sagt Schlottau. Er erwartet neue Kunden, etwa Buch- und Musikverlage sowie Hersteller von Kosmetik und Unterhaltungselektronik, die sich Werbung im "Spiegel" bisher nicht leisten mochten. Dieser "Nebeneingang zur 'Spiegel'-Leserschaft" (Schlottau) kostet 22.500 Euro pro Seite. Das sind 51 Prozent mehr bisher - allerdings bei verdoppelter Auflage. Durch diese Kalkulation sollen sich die Supplement-Werbeerlöse von brutto 2,3 Millionen (2007) auf 4,5 Millionen Euro verdoppeln.
Das Erreichen der weiteren Ziele unterstützt Schlottau mit einer PoS- und Anzeigenkampagne mit siebenstelligem Bruttobudget (Agentur: Wire, Hamburg): Das Kultur-Supplement, das seit 1995 erscheint, soll dabei helfen, die Einzelverkäufe des "Spiegel" zu stärken und neue, jüngere Leser an das Magazin heranführen. "Im ,Kultur Spiegel` können wir das kreative Potenzial des 'Spiegel' besser nutzen und somit der Bedeutung der Kultur für das Magazin besser gerecht werden", sagt Redaktionschefin Marianne Wellershoff.
Sie und Schlottau denken derzeit nicht daran, den "Kultur Spiegel" als eigenständigen Titel an den Kiosk zu bringen. Denkbar seien indes unterjährige Sonderhefte nach dem Vorbild des monothematischen One-Shots "Spiegel Kultur", das sich 2004 aus dem Stand heraus und nahezu ohne Werbeaufwand über 93.000 Mal zum Copypreis von 3 Euro am Kiosk verkaufte - mit rund 30 Anzeigenseiten.
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Laut Marktforschung Facit erntet derzeit vor allem ein Kreditinstitut das Vertrauen der deutschen Verbraucher: die Sparkassen.
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Off the record
Bayern München führt bei Twitter
Beim Microblogging-Dienst Twitter sind auch bereits einige Bundesliga-Vereine mit einem Twitter-Account vertreten. Bayern München belegt dabei den Spitzenplatz mit den meisten Followern (Fans) aller Bundesliga-Clubs. Auf Platz 2 folgt Hannover 96 vor Schalke 04. Die Bundesliga-Mannschaften twittern aber in der Regel nicht selbst. Stattdessen twittern die Fans unter dem Logo ihres Clubs.
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HORIZONT Print
HORIZONT 35/2008 vom 28.08.2008
Das Top-Thema der Woche: Seit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein eine CD mit persönlichen Informationen wie Adressen und Kontonummern von rund 17000 Bundesbürgern zugespielt wurde, herrscht in der Republik Alarmstimmung.
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