05.02.2002
Deutsche Bank erhöht den Druck auf Kirch
Zum Lachen gibt es dieser Tage herzlich wenig im Hause Kirch. Erst am Wochenende trudelte dem Münchner Medienunternehmer ein blauer Brief von seinem Pay-TV-Partner Rupert Murdoch ins Haus. Er fürchte die Insolvenz des Kirch-Imperiums schriebt Murdoch nach Ismaning und wolle schon mal klarstellen, dass er bei der Abwicklung des Konzerns nicht als letzter in der Schlange stehe.
Jetzt brüskierte auch noch der Chef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, den klammen Filmhändler. In Bloomberg-TV soll Breuer gesagt haben, die Finanzbranche sei nicht bereit, Kirch weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Laut "FTD" will auch die Bayerische Landesbank keine weiteren Kredite gewähren.
Neben fälligen Krediten - der Schuldenberg soll sich derzeit auf insgesamt 5 Milliarden Euro belaufen - plagen Kirch vor allem zwei anstehende Verkaufsoptionen: Der Axel-Springer-Verlag will seinen Anteil am Free-TV-Bündel Pro Sieben Sat 1 Media loswerden (11,5 Prozent). Setzen sich Springers Anwälte durch werden rund 770 Millionen Euro fällig. Rupert Murdoch kann im Oktober seine Minderheitsbeteiligung an Premiere (22 Prozent) für 1,5 Milliarden Euro zurückgeben
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