20.03.2009
Dementi: "Berliner Zeitung" und "FR" fusionieren nicht
Der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg will seine "Frankfurter Rundschau" nicht mit der von der Mecom-Gruppe jüngst übernommenen "Berliner Zeitung" zusammenlegen. Dies sagte Alfred Neven DuMont, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Unternehmensgruppe, in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau": "Jede Zeitung wird ihren Chefredakteur behalten." Entgegen den Gerüchten werden also Redaktionen und Newsdesks nicht zusammengelegt. Uwe Vorkötter bleibt damit als Chefredakteur in Frankfurt und wechselt nicht nach Berlin.
Dennoch soll nach Möglichkeiten gesucht werden, gemeinsam stärker zusammenzuarbeiten, beispielsweise bei den Reporterpools. DuMont: "Nehmen sie das Berliner Büro. Am Schluss könnten alle zusammen eines haben, das größer ist als das der FAZ." Er betont dabei, dass es nicht zu Lasten der einzelnen Redaktionen geht und dass das Profil der einzelnen Zeitungen nicht darunter leidet. Auch die politischen Ausrichtungen der Zeitungen sollen nicht verändert werden, jeder Chefredakteur soll, so DuMont, aussuchen, "was er gerne hat". Auf die Frage, ob es wieder einen Zeitungskrieg in Berlin geben wird, entgegnet DuMont, dass seine Titel in der Hauptstadt "über die Qualität konkurrieren, nicht über den Preis". HOR
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