HORIZONT.NET
04.05.2007

David Montgomery schwört Treue zu Berliner Zeitung und Hamburger Mopo


Der britische Investor David Montgomery hat sich vor den versammelten Belegschaften der "Berliner Zeitung" und der "Hamburger Morgenpost" ("Mopo") zu einem langfristigen Engagement im deutschen Zeitungsmarkt bekannt. Das berichten Mitarbeiter, die die Auftritte Montgomerys in Berlin und Hamburg verfolgt haben. Der in der Vergangenheit häufig als "Heuschrecke" diffamierte Investor habe glaubhaft versichert, an einer langfristigen Verlegerschaft interessiert zu sein - und nicht vorrangig an kurzfristig hohen Profiten und dann an einem schnellen Ausstieg.
 
Montgomery hält mit seiner Mecom-Gruppe mittlerweile 90 Prozent der Anteile der BV Deutsche Zeitungsholding ("Mopo", "Berliner Zeitung", "Berliner Kurier"). Den Eigentümern der übrigen 10 Prozent, darunter Aufsichtsrat Gerd Schulte-Hillen, Holdingsgeschäftsführer Peter Skulimma und "Berliner Zeitung"-Chefredakteur Josef Depenbrock, hat Montgomery dem Vernehmen nach ein Übernahmeangebot für ihre Anteile vorgelegt.
 
Zwei wichtige Entscheidungen hat Montgomery bei seiner kurzen Deutschland-Visite noch nicht getroffen: Zum einen ist noch nicht final beschlossen, ob die "Mopo" in Hamburg weiterhin sonntags erscheint. "Es sieht aber nicht schlecht aus", sagen mehrere mit den Rentabilitätsprüfungen vertraute Personen. Erst im November 2006 war die "Mopo" mit einer siebten Ausgabe gestartet - bisher offenbar ohne den erhofften deutlichen Erfolg. Lokalrivale Axel Springer hat die Sonntagsausgabe seines "Hamburger Abendblatts" bereits wieder eingestellt. Ob zum anderen die "Berliner Zeitung" künftig sonntags erscheint, steht weiterhin in den Sternen. Derzeit läuft eine zweite Marktforschungsrunde. rp
 

 

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