23.03.2009
Datenschutznovelle: Verleger machen sich im Bundestag für Verbesserung stark
Verleger intensivieren ihre Bemühungen, die geplante Datenschutznovelle nachzubessern. In einer Sachverständigenanhörung vor dem Deutschen Bundestag hat heute ein Vertreter die Anliegen der Zeitschriften- und Zeitungsverlage dargestellt. Dabei ging es in erster Linie um die Zustellung von Abo-Werbebriefen an Personen, die dafür nicht ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben haben („Fremdadressen" / „Opt-In"-Regelung).
Diese Werbemöglichkeit soll nach einem Regierungsentwurf zwar für Zwecke der Spenden- und Parteispendenwerbung erlaubt bleiben, der Presse aber verboten werden. Die neue Regelung würde für viele Publikationen „die Überlebensfrage verschärfen und die Existenz etlicher Zeitschriften und Zeitungen bedrohen", so der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Bisher generieren Verlage laut VDZ mehr als 20-Prozent ihrer Abo-Auflage über diese Form des Direktmarketings.
Unzufrieden mit dem geplanten Datenschutzsgesetzt ist auch Sven Gábor Jánszky, Trendforscher und Leiter des Unternehmens Formawerd 2 Business. „Die Opt-In Regelung muss weg. Sie ist ein Relikt der alten Zeit und das vielleicht letzte Gefecht des überkommenen Datenschutzes. Die Politik muss verstehen, dass sie nicht die Freigabe der Daten verhindern muss, sondern dem Bürger eine Möglichkeit schaffen muss, die Souveränität über seine Daten zu behalten. Deshalb halte ich eine Regelung für angemessen, die Unternehmen die Nutzung von Daten nur gestattet, wenn gleichzeitig jedem Kunden eine Einsichts- und Kontrollmöglichkeit über seine Daten gegeben wird." se
- Medien 20. März 2009: Datenschutznovelle: Presserat und Verleger warnen vor Titelsterben
- Medien 13. Februar 2009: Datenschutznovelle: Empfehlung des Bundesrats stößt bei ZAW und Verlagen auf heftige Kritik
ichmagkettwig sagte am 26.03.2009 um 08:22
Nicht streng genug
ich glaub es hackt! Da beschweren sich genau diejenigen, die das Desaster zu verantworten haben. Hätte man sich um Datenschutz und Anstand bei den Regeln im Direktmarketing gekümmert und hätte man seine eigenen Dienstleister kritischer betrachtet wären wir heute nicht da wo wir sind. Es geht hier auch nicht darum, dass die Politik Regeln einführt weil sie dazu Lust hat, sondern der übervorteilte Verbraucher hat nach Schutz gerufen! Das kommt mir so vor wie betrunken im Auto erwischt zu werden und dann sagen: "Ja Herr Wachtmeister ab Morgen mach ich sowas nie wieder........." Is klar!Weitere Nachrichten aus Medien vom 23.03.2009:
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