Gesetzesänderung
Datenschutznovelle: Verleger kritisieren finalen Koalitionsentwurf
Die Diskussion hat fast ein Ende: CDU und SPD haben sich auf einen Entwurf zur Datenschutznovelle geeinigt, die am Freitag im Bundestag beschlossen werden soll. Nach der geplanten Neuregelung wird künftig nicht mehr nur Telefon- und E-Mail-Werbung, sondern auch die Briefwerbung grundsätzlich von der vorherigen Einwilligung des Angeschriebenen abhängen.
Werbebriefe sollen jedoch bis zum Widerspruch des Angeschrieben zulässig bleiben, wenn aus dem Brief die Quelle der Adresserhebung eindeutig hervorgeht. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) sieht den Kompromiss kritisch. "Es ist äußert fraglich, ob mit dem nun vereinbarten Kompromiss eine ausreichende Zahl potenzieller Neu-Leser für die briefliche Abowerbung erreichbar bleibt", gibt der Verlegerverband zu bedenken.
Die Verleger und Versandhändler hatten sich die letzten Monate engagiert und auf allen Ebenen gegen die Novelle gewehrt. Eine Verschärfung der rechtlichen Rahmenbedinungen für Abonnentenwerbung kommt für die Verlage zur Unzeit, die bei vielen Titeln jährlich 10 bis 15 Prozent neue Abonnenten generieren müssen, um allein den Bestand zu erhalten. Nach den konjunkturell bedingt schwächelnden Werberlösen droht damit auch den Vertriebserlösen ein deutlicher Rückgang. pap
- Agenturen 13. Mai 2009: Datenschutznovelle: Merkel stellt Ausnahmen in Aussicht
- Medien 23. März 2009: Datenschutznovelle: Verleger machen sich im Bundestag für Verbesserung stark
- Medien 20. März 2009: Datenschutznovelle: Presserat und Verleger warnen vor Titelsterben
- Marketing 19. März 2009: Pressesprecher kritisieren Datenschutznovelle
Herr
>> "Es ist äußert fraglich, ob mit dem >> nun vereinbarten Kompromiss eine >> ausreichende Zahl potenzieller Neu-Leser >> für die briefliche Abowerbung erreichbar >> bleibt", gibt der Verlegerverband zu >> bedenken. Ich glaube nicht, dass sich alle Gesetzgebung in Deutschland zuerst daran zu orientieren hat, dass Verlage auf ewig genügend Abonnenten haben.Weitere Nachrichten aus Medien vom 01.07.2009:
RTL erzielt höchste Marktanteile im 1. Halbjahr
Constantin Medien baut Sport-Management radikal um
TV-Panel: AGF und GfK haben Probleme bei Währungsumstellung
Zimanofsky gewinnt Jubiläumsaward von 13th Street
Verleger vs. Google: Nach Burda fordert auch Würtenberger Internet-Abgabe für PCs
ARD stellt "Eine für alle" nach 100 Folgen ein
Zahl der Übernahmen im Verlagswesen sinkt
Merkel kritisiert Zusammenarbeit von Verlagen und Öffentlich-Rechtlichen
HORIZONTstats.de bietet weit über 1 Million relevante Statistiken rund um Marketing, Werbung, Medien und Internet. Das kostenpflichtige Angebot von HORIZONT und Statista richtet sich insbesondere an Nutzer und Entscheider in der werbungtreibenden Industrie, Agenturen und Medien. Zu Horizontstats
- 16:46 Start der Night-Talk-Reihe bildet Auftakt für die Dmexco 2010
- 14:06 Zeitungsleser pfeifen auf interaktive Online-Angebote
- 10:48 Google erweitert Trefferliste um Echtzeitergebnisse
- 16:21 Google soll mit Intel und Sony an TV-Lösungen basteln
- 16:03 WAZ-Gruppe startet englischsprachiges Onlineportal über Südosteuropa
- alle Nachrichten
Bildergalerie: Die vom Werberat gerügten Anzeigen
Der Werberat hat erneut die schlimmsten Entgleisungen in der Werbung vorgestellt. Neben Gewaltdarstellungen wurden vor allem sexistische Motive kritisiert.
Von Testlesen über Schnupperabo mit Geschenk bis zum Jahresabo - HORIZONT hat für jeden das richtige Angebot.
Hier geht es zu den aktuellen Newsflakes.








