12.09.2008
Carlos Slim kauft Anteil der "New York Times"
Der mexikanische Unternehmer und Multimilliardär Carlos Slim ist mit einem Anteil von 6,4 Prozent beim börsennotierten Verlag der "New York Times" eingestiegen.
Medienberichten zufolge leidet die traditionsreiche amerikanische Zeitung wie viele US-Printmedien unter einem sinkenden Aktienkurs und rückläufigen Anzeigenerlösen im Printgeschäft.
Durch die überraschende Beteiligung steigt Slim zum viertgrößten Aktionär hinter der Herausgeberfamilie Ochs-Sulzberger und den Finanzinvestoren Harbinger Capital und Firebrand Partners auf. Die zwei Hedgefonds hatten sich gemeinsam 19 Prozent der Aktien zusammengekauft und im Frühjahr zwei Sitze im Verwaltungsrat erkämpft.
Slims Einstieg dagegen ist offenbar nur finanziell motiviert: Einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" zufolge will er sich nicht strategisch in die Geschäfte der "New York Times" einmischen.
Der 68-Jährige Mexikaner, laut einer Liste des US-Magazins "Forbes" momentan zweitreichster Mensch der Welt mit einem geschätzten Vermögen von rund 60 Milliarden Dollar, kontrolliert unter anderem den in Südamerika führenden Mobilfunkprovider América Móvil. HOR
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