15.05.2009
Öffentlich-Rechtliche
CDU will Werbung auf ARD und ZDF verbieten
Die Debatte um ein Werbeverbot auf ARD und ZDF gewinnt wieder an Brisanz. Den Anstoß gibt diesmal die Politik, genauer gesagt die CDU. Die Partei von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Freitag dieser Woche dafür ausgesprochen, Werbung auf öffentlich-rechtlichen Sendern abzuschaffen.
In einem ersten Schritt solle das Sponsoring nach 20 Uhr gestrichen werden, forderte Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) in Berlin bei der Vorstellung der "Medienpolitischen Thesen der CDU Deutschlands." Um die Einnahmeverluste auszugleichen, müssten die Gebühren nur um einen kleinen zusätzlichen "Cent-Betrag" angehoben werden, glaubt Oettinger. Angestrebt werde aber für die Zukunft ein kompletter Ausstieg aus der Werbung in Hörfunk und Fernsehen, so der CDU-Politiker weiter.
Die "Medienpolitischen Thesen" wurden im Medienpolitischen Expertenkreis der CDU verabschiedet, dessen Vorsitzender Oettinger ist. Darin wird unter anderem auch eine Reform des Medienkonzentrationsrechts und des Kartellrechts vorgeschlagen. Zudem wird eine Reform des derzeitigen Rundfunkgebührenmodells gefordert. Die CDU setzt sich hier für ein Haushaltsmodell im privaten Bereich ein. Aufgrund der Konvergenz der Geräte sei dieses als Anknüpfungspunkt für eine Zahlungspflicht immer weniger geeignet.
Oettinger hat bereits in den vergangenen Jahren immer wieder seinen Unmut über das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem geäußert. So machte er sich 2008 dafür stark, ARD und ZDF im Onlinebereich enge Grenzen zu setzen. mas
- Medien 11. Juni 2008: Oettinger will ARD und ZDF im Internet Grenzen setzen
- Medien 23. August 2007: N-TV und N 24 sehen ihre Existenz bedroht
- Specials 13. Mai 2009: Medienforum NRW - Medien auf dem Weg in die Zukunft
Matz sagte am 15.05.2009 um 23:32
Nur Sprechblasen?
Redet nicht immer darüber, sondern macht endlich!
Makromania sagte am 17.05.2009 um 19:16
und warum?
verstehe nicht, was genau der grund dafür sein soll? einfach nur abschaffen aus spaß an der freude ist ja eher sinnfrei. außerdem bezweifel ich, dass ein "kleiner cent-betrag" als ausgleich der gez-gebühren reichen wird. schließlich steigen die gebühren seit jahren immer um mehrere euros...
Z_rulez sagte am 18.05.2009 um 09:34
Unsinn
Man sollte den ÖR Sendern lieber erlauben, genauso wie die privaten Werbung zu schalten wie sie es für vertretbar halten und dafür diese unsägliche GEZ Zwangsgebühr abschaffen. Dann könnte man entscheiden ob man ein Produkt namens ARD/ZDF konsumieren will oder nicht. Bei solchem Humbug wie Eurovision Song Contest und Musikantenstadel hätt ich dann nicht das Sunk-cost Gefühl wenn ichs nicht schaue. Dafür könnt ich Tagesschau, Sportschau, Monitor, Hart aber fair, etc im Guten Gefühl geniessen, dass es mich nichts kostet. Also. Gleiche Voraussetzungen für alle Sender - und ich glaube nicht, dass dadurch das Programm der ÖR Sender deutlich an Qualität verlieren würde.Weitere Nachrichten aus Medien vom 15.05.2009:
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