11.01.2008
Monatstitel
Burda beerdigt Printausgabe von "Max"
Dass das aktuelle Hickhack um die TV-Vermarktungsmodelle von IP Deutschland und Seven-One Media auch den Verlagen zusetzt, ist längst kein Geheimnis mehr. "Die Situation ist nahezu katastrophal", klagt ein Anzeigenverantwortlicher in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT über verunsicherte und daher zurückhaltend agierende Werbekunden - und spielt damit vor allem auf die Entwicklung bei den Monatstiteln an. Nun hat es den ersten erwischt. Hubert Burda Media stellt das Magazin "Max" mit sofortiger Wirkung ein.
"Obwohl der Verlag in den vergangenen Jahren erheblich in das hochwertige Lifestyle-Magazin investierte, konnte "Max" in einem sehr schwierigen Marktumfeld nicht das notwendige Erlösniveau erzielen", begründete der Verlag die Entscheidung. Die Doppelnummer Januar/Februar wird die letzte Ausgabe sein. Die Auflage lag im 3. Quartal 2007 bei rund 150.000 verkauften Exemplaren.
Online soll das Portal Max.de weiter ausgebaut werden. So soll das Mobile-Portal mit GPS-gestützten lokalen Diensten wie Event- und Gastronomie-Guides, Entertainment- und Shopping-Angeboten stark ausgebaut werden. Daneben setzt Max Online auf den Ausbau von Online-Videostrecken.
Die Burda Lifestyle Community will zudem eine Expansion seiner Kreativ-Marke Max im Event-Bereich vorantreiben und will künftig noch mehr Produkte wie Bücher, CDs und Kalender unter dem Label Max vermarkten.
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- Medien 5. Oktober 2007: Kartellamt greift durch: TV-Vermarkter müssen hohes Bußgeld für unerlaubte Rabattpolitik zahlen
- Medien 9. August 2007: IP und Seven-One schlagen neue Geschäftsmodelle für den TV-Markt vor
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- Medienhäuser: Hubert Burda Media
va sagte am 11.01.2008 um 17:40
Burda sollte man kondolieren
Den Managern von Burda muss man kondolieren. Haben sie es einfach nicht geschafft aus der Milchstrasse weitere Erfolge zu schöpfen. Siehe AMICA! Einfach Instyle kopiert! Armutszeugnis und Note 6 für Kreativität! Wundert man sich ja nicht, da die Burdas halt nur Bunte und Burda-Moden können!
Peter sagte am 12.01.2008 um 16:46
TV ist an allem schuld
Liebe Leute, schön, dass ein Printtitel wie Horizont mal so richtig über TV herziehen kann. ABer den TV-VErmarktern die Schuld zugeben, dass Max eingestellt wird, ist doch ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Schuld daran ist Burda selbst, die haben wie mein Vorredner zurecht sagte, nix zustande gebracht.
Baghira sagte am 13.01.2008 um 11:31
sehr einfache logik
Ich denke, dass alle Kommentatoren zuerst ihren Zynismus beiseite legen sollten. Auch Burda ist kein anonymes Konstrukt, letztlich arbeiteten auch bei MAX Journalisten, die nun wohl ihre Jobs loswerden. Ein "Armutszeugnis" und "Note6" für Kreativität müsste man dann denen ausstellen ? und wer die Zeitschrift weiter gelesen hat und nicht nur so hier im Kommentarfeld dahinschreibt, der entdeckt eigentlich viel Kreativität und gute Ideen und ein tolles Layout. Aber klar: Über die Qualität lässt sich ja streiten, auch über die Notwendigkeit. (Ja, aber wer will wirklich da anfangen, heute Lifetyle-Printprodukte und TV-Sendungen nacht NOTWENDIGKEIT zu beurteilen - LOL). Vielleicht sollte man - auch in den Kommentaren - die Fakten betrachten: 150000 Exemplare reichen 2007/2008 nicht mehr aus, um eine Zeitschrift mit 120 redaktionellen Seiten durch Verkauf und Anzeigen zu finanzieren. Ein Blick in die Auflagen anderer Magazine ? und man wird die nahe Zukunft der (männlichen) Lifestyle-Magazine erahnen können. (hier könnte man ja noch weiter gehen und sich fragen, ob sich diese ZIELGRUPPE von Lesern (Männer, 25-40) ihr Bedürfnis nach "Entertainment" nicht aus dem WWW holt? Ich tue das schon länger und habe deshalb auch kein Abo - von nichts.Weitere Nachrichten aus Medien vom 11.01.2008:
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