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Bundesministerin Schröder: Flexi-Quote für Medienunternehmen


von Ingo Rentz,
Redakteur HORIZONT.NET

Mehr Quote wagen: Bundesministerin Kristina Schröder (Bild: VDZ/Bildschoen)

Mehr Quote wagen: Bundesministerin Kristina Schröder (Bild: VDZ/Bildschoen)


Bundesfamilienministerin Kristina Schröder verlangt von deutschen Medienunternehmen mehr Engagement in punkto Chancengleichheit. Als Rednerin auf dem Publishers' Summit attestierte sie der Branche Nachholbedarf bei der Berufung von Frauen in die Spitze von Unternehmen. Ein Rezept hat die Ministerin auch parat: Sie warb bei den anwesenden Verlagsverantwortlichen für ihr Modell der Flexi-Quote.

 
Diese erlaubt es Unternehmen, eigenverantwortlich Quoten-Ziele festzulegen unter der Maßgabe, diese anschließend öffentlich zu machen. Den Bedarf für dieses Modell unterfütterte Schröder anhand jüngster, durch den VDZ erhobenen Zahlen: Danach sind in der deutschen Verlagsbranche 46 Prozent Frauen in Führungspositionen bei 63 Prozent Frauenanteil insgesamt. In absoluten Spitzenpositionen in Redaktionen oder Verlagsmanagement seien Frauen mit lediglich 2 Prozent jedoch deutlich unterrepräsentiert, sagte Schröder und drückte ihr Unverständnis für diesen Befund aus: "Warum ist die Medienbranche nicht Avantgarde einer Entwicklung, die sie selbst öffentlich einfordert?"
Voraussetzung dafür, dass auf der zentralen Website Flexi-quote.de künftig die Quotenvereinbahrungen zahlreicher Medienunternehmen abgebildet sind, seien entsprechende arbeitsorganisatorische Rahmenbedingungen in den Unternehmen, so Schröder. "Wenn ihre Kampagne ‚Print wirkt’ mehr sein soll als die positive Abgrenzung zum Internet, brauchen die Unternehmen auch Arbeitsbedingungen, die diesem Anspruch gerecht werden." Als Positivbeispiele aus der Medienbranche nannte die Ministerin das Programm "Chancen:gleich!" von Axel Springer oder die Maßgabe des "Zeit"-Verlags, die Frauenquote bis 2017 auf 30 Prozent zu erhöhen.
 
Vielleicht waren es diese beiden ermunternden Beispiele, die das Abschlussstatement Schröders etwas härter klingen ließen, als es vermutlich gemeint war. In Umkehrung eines Zitats des Satirikers Karl Kraus ("Die Gedankenfreiheit haben wir schon. Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken") appellierte Schröder an die Medienbranche: "Ideen haben sie viele, jetzt müssen sie in Ihren Unternehmen nur noch die Freiheiten schaffen, um Innovationen gedeihen zu lassen." ire
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