22.05.2007
Bundesliga verliert Zuschauer im Free-TV
Trotz der Spannung im Titelrennen um die Deutsche Meisterschaft, verzeichnete die TV-Berichterstattung über die Fußball-Bundesliga in dieser Saison einen Zuschauerrückgang. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Medienforschung (IFM) in Karlsruhe in einer aktuellen Analyse.
Den deutlichsten Rückgang muss demnach das Deutsche Sportfernsehen (DSF) hinnehmen. Verfolgten in der Spielzeit 2005/2006 durchschnittlich noch 2,4 Millionen Zuschauer ab 14 Jahren die Sendung "Bundesliga: Der Sonntag" , waren es in der nun abgelaufenen Saison nur etwa eine Million Fußball-Fans.
Auch die ARD mit ihrer "Sportschau" ist laut der Untersuchung davon betroffen. Nach knapp 5,5 Millionen Zuschauern in der Saison 2005/2006, schalteten nun im Schnitt 4,7 Millionen Bundesbürger ab 14 Jahren ihre Fernsehgeräte ein - ein Minus von knapp 14 Prozent.
Am stabilsten erwies sich "Das aktuelle Sportstudio" im ZDF. Mit 2,13 Millionen Zuschauern in der Saison 2006/2007 nach 2,16 Millionen in der Vorsaison konnte der Rückgang doch einigermaßen in Grenzen gehalten werden.
Das IFM macht für den Rückgang der Zuschauerzahlen besonders die veränderte Rechtesituation mit den damit verbundenen neuen Sendezeiten im Free-TV verantwortlich. "Wurden beispielsweise die beiden Sonntags-Spiele früher im DSF noch um 19 Uhr zusammengefasst, so durfte in der Saison 2006/2007 aufgrund der neuen Verträge erst um 22 Uhr zum Schutz des neuen Pay-TV-Partners Arena darüber berichtet werden", erklärt Jens Seeberger, Leiter Unternehmenskommunikation bei IFM. bn
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