HORIZONT.netHORIZONTjopsHORIZONTpeoplewww.HORIZONTstats.de
HORIZONT.NET
17.07.2008

Bundesliga-Rechte

von David Hein,
Redakteur Medien

Bundeskartellamt legt Zwischenbericht zur Bundesliga-Vermarktung vor


Zentralvermarktung durch die DFL sei nur zulässig, wenn die Allgemeinheit davon einen Nutzen habe 

Zentralvermarktung durch die DFL sei nur zulässig, wenn die Allgemeinheit davon einen Nutzen habe

Das Bundeskartellamt hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" einen Zwischenbericht zur zentralen Vermarktung der Bundesliga-Rechte vorgelegt. Das wichtigste Ergebnis: Die Wettbewerbshüter fordern, dass Spielberichte im frei empfangbaren Fernsehen auch weiterhin zeitnah nach dem Abpfiff der Spiele für das breite Publikum empfangbar sein müssen.

 
Die Zentralvermarktung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) sei nur zulässig, wenn die Allgemeinheit davon einen Nutzen habe. Unter dieser Prämisse signalisiert das Kartellamt seine Zustimmung zu den anderen strittigen Punkten des geplanten Vermarktungsmodells.
 
Eine Sprecherin des Bundeskartellamtes sagte gegenüber der "SZ", man sei "in konstruktiven Gesprächen mit der DFL". Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Bliebe es bei dieser Beschränkung, wäre der Plan der DFL, die Rechte in mehreren Paketen meistbietend zu versteigern, weitgehend gescheitert. Eine zeitnahe Berichterstattung wäre nur möglich, wenn es wie bisher umfassende Berichte wie in der "Sportschau" gäbe.
 
Die "SZ" sieht damit bereits das gesamte Vermarktungsmodell in Gefahr: Unter diesen Voraussetzungen könne die mit der Vermarktung der Rechte beauftragte Agentur Sirius die garantierten Einnahmen in Höhe von 500 Millionen Euro pro Saison kaum erlösen. Das derzeitige Modell mit der Aufteilung der Rechte zwischen der "Sportschau" im Ersten und dem Pay-TV-Anbieter Premiere würde zementiert.
 
Unterdessen kritisiert die ARD den neuen Spielplan für die Bundesliga. Danach sind nur noch fünf statt sechs Begegnungen am Samstagnachmittag vorgesehen. Dies mindere den Wert der Rechte für die Samstagsspiele um mehr als 16 Prozent. Weiterhin bemängelt die ARD, dass künftig pro Saison acht Top-Spiele erst am Samstagabend, und damit nach der "Sportschau" angepfiffen werden sollen. Dies würde den Preis weiter drücken.

Artikel posten bei:
Twitter Facebook Google LinkedIn

Weitere Nachrichten aus Medien vom 17.07.2008:

Im O-Ton: Münchner Erklärung der Verleger
“Out-of-Home”-MediaGuide als E-Paper verfügbar
Münchner Erklärung: Verleger attackieren ARD und ZDF
Focus Magazin Verlag entwickelt neues Reichweiten-Modell TIM
Münchner Erklärung: Die Reaktion von ARD und ZDF
SKL-Show darf nach Änderungen auf Sendung bleiben
P7S1-Vorstand Bartl im Interview: Christmann-Nachfolger kommt noch im Sommer

Zur Übersicht

HORIZONTstats.de
stats.jpg
HORIZONTstats.de - Statistiken aus Marketing, Werbung und Medien
HORIZONTstats.de bietet weit über 1 Million relevante Statistiken rund um Marketing, Werbung, Medien und Internet. Das kostenpflichtige Angebot von HORIZONT und Statista richtet sich insbesondere an Nutzer und Entscheider in der werbungtreibenden Industrie, Agenturen und Medien. Zu Horizontstats
News-Archiv

Februar 2010

MODIMIDOFRSASO
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728

März 2010

MODIMIDOFRSASO
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031
 
Nachrichten
Galerie

Bildergalerie: Die vom Werberat gerügten Anzeigen
Der Werberat hat erneut die schlimmsten Entgleisungen in der Werbung vorgestellt. Neben Gewaltdarstellungen wurden vor allem sexistische Motive kritisiert.

HORIZONTJobs
Stellenmarkt

1.338 Stellenangebote und 758 Bewerberprofile

HORIZONT-Abo
Wochenzeitung HORIZONT

Von Testlesen über Schnupperabo mit Geschenk bis zum Jahresabo - HORIZONT hat für jeden das richtige Angebot.

HORIZONT Newsflakes
newsflakes.jpg
Im täglichen Frühdienst von HORIZONT präsentiert die Redaktion das Wesentliche aus 50 nationalen und internationalen Zeitungen, Websites und Blogs.

Hier geht es zu den aktuellen Newsflakes.