Werbeerlöse
29.06.2010
Brutto-Netto-Schere im TV öffnet sich weiter
Die Entwicklung der TV-Nettowerberlöse hat sich im Krisenjahr 2009 weiter von der Entwicklung der Bruttozahlen abgekoppelt. Nach Berechnungen im "ALM Jahrbuch" der Landesmedienanstalten auf Grundlage von Zahlen des ZAW, Nielsen und Goldmedia kamen 2009 nur noch 38,8 Prozent von jedem Brutto-Werbeeuro auch bei den Sendern an.
Im Jahr 2002 lag der Netto-TV-Werbemarkt noch bei 55 Prozent des Niveaus der Brutto-TV-Werbemarktes. Die Bruttoinvestitionen für klassische TV-Werbung sind 2009 um 3 Prozent gestiegen, die Nettowerbeerlöse dagegen brachen um 10 Prozent ein und reduzierten sich um 396 Millionen Euro auf 3,6 Milliarden Euro. "Letzlich steigen also die Rabatte, die gerade kleinere Sender gewähren müssen, immer weiter an, sodass real immer weniger Geld bei den Sendern in die Kassen kommt", schreiben die Landesmedienanstalten in ihrem soeben veröffentlichten Jahrbuch 2009/10.
Die Erträge der öffentlich-rechtlichen Sender waren dagegen ansteigend. Allein die Fernsehgebühren beliefen sich auf 4,456 Milliarden Euro. Damit setzt sich eine seit einem Jahrzehnt andauernde Entwicklung fort. Seit dem Jahr 2000 sind die Einnahmen der Öffentlich-Rechlichen Sender um 20 Prozent gestiegen. Die Einnahmen der Privaten lagen dagegen 2009 nur noch bei 84,3 Prozent des 2000er Niveaus. pap
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