Kino
10.02.2010
Bilanz 2009: Kino feiert Rekordjahr
Auch wenn die Werbeeinnahmen der Kinobetreiber nur noch 0,3 Prozent des deutschlandweiten Bruttowerbevolumens ausmachen - an den Besucherzahlen liegt es nicht, dass die Kunden das Medium so hartnäckig ignorieren. Die Bilanz der Kinos, die die Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin jährlich vorliegt, strotzt für 2009 nur so vor Rekorden. Mit 146,3 Millionen verzeichnet die FFA die höchste Anzahl an Kinobesuchen seit Beginn der Aufzeichnungen. Um mehr als ein Fünftel ist der Umsatz gestiegen - mit rund 976,1 Millionen Euro kommt er der Milliardengrenze immer näher.
Getrieben wird der Boom von einer wachsenden Begeisterung für das Medium, aber auch von höheren Eintrittspreisen, die vor allem für aufwendige 3D-Filme fällig werden. Mit "Ice Age 3" - mit rund 8,7 Millionen Besuchern auch der erfolgreichste Film des Jahres -, "Oben" und dem mehrfach Oscar-nominierten "Avatar" finden sich gleich drei 3D-Produktionen unter den besucherstärksten Filmen des Jahres. Der durchschnittliche Eintrittspreis ist von 6,14 Euro auf 6,67 Euro gestiegen.
Einziger Wermutstropfen: Die Zahl der Leinwände geht weiter zurück. Per 31. Dezember gab es fast 80 Kinosäle weniger als zu Jahresbeginn (4810). Weniger als tausend Ortschaften haben noch ein eigenes Kino. pap
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