Bilanz
08.05.2008
Bertelsmann verbucht Gewinn und verliert Umsatz
Deutschlands größter Medienkonzern Bertelsmann weist im 1. Quartal 2008 wieder einen Gewinn aus. Nach einem Verlust von 70 Millionen Euro im 1. Quartal vergangenen Jahres liegt der Konzerngewinn nun bei 35 Millionen Euro.
Der operative Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,6 Prozent auf 217 Millionen Euro zu. Beim Umsatz muss der Gütersloher Konzern jedoch einen Rückgang um 3,9 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro hinnehmen. Dafür ist neben Erlösrückgängen bei phyischen Tonträgern und bei der Direct Group in Nordamerika auch der im Verhältnis zum Dollar starke Euro verantwortlich. Bertelsmann erzielte 2007 immerhin fast ein Fünftel seines Umsatzes in den USA.
Die wirtschaftlichen Finanzschulden, die nach dem Rückkauf von 25,1 Prozent der Anteile vom Investors Albert Frère in die Höhe geschnellt waren, beliefen sich zum 31. März 2008 auf 7,35 Milliarden Euro – knapp unter dem Wert vom 31. Dezember 2007 von 7,72 Milliarden Euro. Die interne Verschuldungsgrenze sei damit erreicht, so der Konzern. Bertelsmann definiert dafür seit diesem Jahr einen Leverage-Faktor von 3,0, den das Verhältnis von wirtschaftlichen Finanzschulden zu Operating Ebitda nicht überschreiten darf.
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