Bilanz
12.05.2009
Bertelsmann rutscht im 1. Quartal mit 78 Millionen Euro ins Minus
Die Wirtschaftskrise macht dem Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann schwer zu schaffen. Im 1. Quartal sind Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gesunken. Der Umsatz summierte sich auf 3,5 Milliarden Euro nach 3,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
Auch beim Operating Ebit, das im 1. Quartal bei 115 Millionen Euro lag, schneidet der Konzern schlechter ab als im Vorjahr, als noch 253 Millionen Euro erwirtschaftet wurden. Das Konzernergebnis betrug minus 78 Millionen Euro – 2008 hatte Bertelsmann noch ein Plus von 35 Millionen Euro ausgewiesen.
Die Finanzschulden lagen zum 31. März 2009 bei 6.716 Millionen Euro und damit höher als Ende Dezember 2008 (6.627 Millionen Euro). Seit Jahresbeginn hat Bertelsmann seine Liquidität gestärkt und Anleihen im Volumen von 750 Millionen Euro emittiert.
Die Aussichten für 2009 sind alles andere als rosig: Für das Gesamtjahr rechnet Bertelsmann mit einem Rückgang beim Umsatz und beim operativen Ergebnis. Das Ausmaß der Veränderung gegenüber dem Vorjahr werde dabei „von Stärke und Dauer der konjunkturellen Schwächephase" abhängen.
Die Konzern-Cashcow RTL Group hatte bereits in der Vorwoche seine Zahlen vorgelegt: Hier sank das Ergebnis im 1. Quartal um 53,7 Prozent auf nur noch 87 Millionen Euro. Weitere wichtige Unternehmensbereiche von Bertelsmann sind Random House, Gruner + Jahr, Arvato und die Direct Group. se
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