Bilanz
28.08.2008
Bertelsmann rechnet mit höherem Gewinn
Bertelsmann rechnet für 2008 bei den fortgeführten Geschäftsaktivitäten mit einem konstanten Umsatz, aber einem Konzerngewinn, der deutlich über dem Vorjahreswert liegen wird. Insgesamt hatte Bertelsmann 2007 einen Gewinn von 405 Millionen Euro ausgewiesen. Als Grund für den Anstieg bei Europas größter Medienkonzern macht Finanzvorstand Thomas Rabe den Wegfall von Sondereinflüssen sowie einen geringeren Steueraufwand aus.
Im 1. Halbjahr 2008 hat der Konzern, zu dem unter anderem die RTL Group und Gruner + Jahr gehören, einen Gewinn von 372 Millionen Euro erreicht, nach 51 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ist angesichts der anhaltenden Dollarschwäche und der Konjunktur leicht um 1,2 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro gesunken. Bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte stieg er jedoch um 1,4 Prozent. Das Operating Ebit betrug 681 Millionen Euro nach 739 Millionen Euro im Vorjahr.
Die Direct Group wies in den Märkten, in denen das Geschäft fortgeführt wird, einen nahezu konstanten Umsatz, aber ein Operating Ebit unter Vorjahr aus. Bertelsmann sucht derzeit nach Käufern für die Buchclubaktivitäten, die in der Sparte angesiedelt sind. In den USA ist der Konzern bereits fündig geworden.
Gesondert ausgewiesen werden die nicht fortgeführten Aktivitäten, darunter neben den verkauften Direct Group-Aktivitäten, die 50-Prozent-Beteiligung am Musik-Joint-Venture Sony BMG, die Bertelsmann an Sony verkauft. "Strategisch konzentrieren wir uns nach den Portfoliomaßnahmen nun auf Wachstumsinitiativen, um den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern", so Hartmut Ostrowski, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann.
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