Musikverlage
14.10.2008
Bertelsmann reaktiviert BMG
BMG 2.0: Bertelsmann reaktiviert die Bertelsmann Music Group. Unter dem Namen BMG Rights Management hat der Medienkonzern mit dem Aufbau eines neuen Musikrechtegeschäfts begonnen, das Künstler bei der plattformübergreifenden Auswertung ihrer Titel unterstützen soll.
BMG Rights Management mit Zentralsitz in Berlin plane "passgenaue Serviceangebote für Songwriter und Interpreten, die sich beim Aufbau, der umfassenden Vermarktung, der Lizenzabrechnung und der Vorfinanzierung ihres Musikrepertoires kompetent unterstützen lassen wollen", so die offizielle Funktionsbeschreibung der neuen Musiksparte.
Dabei muss BMG nicht bei Null anfangen. Aus dem früheren Joint Venture Sony BMG hat Bertelsmann die Rechte an Aufnahmen von über 200 Künstlern übernommen. Dies sichere BMG Rights Management von Anfang an eine "relevante Marktposition". Der Katalog soll zügig ausgebaut werden.
Bertelsmann hatte im August seinen 50-prozentigen Anteil an dem Joint Venture Sony BMG an Partner Sony verkauft. Der Schritt wurde damit begründet, dass sich Bertelsmann auf "definierte Wachstumsfelder" konzentrieren wolle. Bereits 2006 hatte der Medienkonzern seinen Musikverlag BMG Music Publishing an Vivendi verkauft. Der Erlös in Höhe von 1,63 Milliarden Euro floss damals in ein Aktienrückkaufprogramm, um einen Börsengang von Bertelsmann zu verhindern. dh
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