TV-Markt
04.02.2010
Axel Springer: Keese fordert marktfähige Preise von ARD und ZDF
Mit der Einführung des iPad zeichnet sich gleich der nächste Konflikt zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern ab. Seit die ARD vor Weihnachten angekündigt hat, eine kostenlose "Tagesschau"-App für das iPhone auf den Markt zu bringen, blickt die private Konkurrenz kritisch auf die Machenschaften der gebührenfinanzierten Sender. Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs von Axel Springer, fordert die Anstalten dazu auf, den Markt nicht weiter zu verzerren. "Null ist kein akzeptabler Preis - weder auf dem iPhone noch auf dem iPad", sagt er im Interview mit HORIZONT.
Derzeit suchen alle Verlage nach funktionierenden Paid-Content-Strategien, um neben den Werbeeinnahmen eine weitere Erlösquelle aufzubauen. Springer hatte Anfang Dezember kostenpflichtige Apps von "Welt" und Bild" gelauncht. Keese kritisiert das geplante Gratis-Angebot für das iPhone erneut hart: "Mitten in der jetzt laufenden Experimentalphase mit einem - wohl sehr umfangreichen - Gratis-Angebot auf Smartphones zu starten, halten wir für einen Verstoß gegen Geist und Buchstaben des Rundfunkstaatsvertrages."
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Das vollständige Interview mit Christoph Keese in HORIZONT 5/2010 vom 4. Februar.
Er fordert die Länder, die das Rundfunkrecht regeln, dazu auf, das Verfahren nochmals zu überprüfen und den Rundfunkstaatsvertrag eventuell nachzubessern. "Es stünde den Ländern gut an, mit einer Präzisierung der heute schwammigen Formulierungen dafür zu sorgen, dass öffentlich-rechtliche Sender private Angebote mit ihrer Preispolitik nicht aus dem Markt drängen." pap
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