01.08.2008
Auslandsgeschäft stützt deutsche Medienhäuser
Die 100 größten deutschen Medienunternehmen verdanken einen großen Teil ihres Umsatzes dem Auslandsgeschäft - im Durchschnitt ist es jeder dritte Euro. Allein jene elf Verlage und Sender, die ihre internationalen Erlöse separat ausgewiesen haben, erwirtschaften fernab der Heimat rund 18 Milliarden Euro. Dies ergeben Auswertungen des exklusiv von HORIZONT erhobenen jährlichen Rankings der größten deutschen Medienunternehmen.
Angesichts eines tendenziell stagnierenden nationalen Marktes und wachstumsstarker Regionen etwa in Fernost oder Lateinamerika wird das internationale Geschäft für viele Medienhäuser zu einer starken Stütze. Nicht nur für Axel Springer gilt, was dessen Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner sagt: "Die Zukunft liegt in der Digitalisierung und im Ausland."
Die gedruckte Rangliste enthält einen Übertragungsfehler hinsichtlich der Umsatzentwicklung bei zwei Firmen. Die Presse-Druck- und Verlags-GmbH (Rang 42), die unter anderem die "Augsburger Allgemeine" herausgibt und 1635 Mitarbeiter beschäftigt, hat bei einem Umsatz von 206 Millionen Euro gegenüber 2006 ein Plus 7,4 Prozent (zu 2005: plus 13,7 Prozent) erzielt. JC Decaux Deutschland, Köln (Rang 48), meldet bei einem Umsatz von 188 Millionen Euro ein Minus von 1,9 Prozent (zu 2005: plus 8,4 Prozent). rol/joz
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