Bilanz
13.08.2009
Abschreibung von Premiere lässt Sky tiefrot sehen
Die Abschreibung des Markenwertes von Premiere hat den Pay-TV-Anbieter Sky tief in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich muss das Unternehmen im 2. Quartal 2009 einen Nettoverlust von 365,8 Millionen Euro verkraften. Dabei schlug die Abschreibung von Premiere mit knapp 254 Millionen Euro zu Buche. Der Umsatz sank auf 230,6 Millionen Euro (2. Quartal 2008: 252,1 Mio.), das Ebitda betrug minus 63,4 Millionen (Vorjahreszeitraum: 11,6 Mio.).
„Der Rückgang des Ebitda um 75 Millionen Euro resultierte aus geringeren Umsätzen durch einen Einmaleffekt im zweiten Quartal des Vorjahres aus dem Verkauf von Lizenzrechten an der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2010, sowie höheren Kosten im zweiten Quartal 2009 - in erster Linie für die Bundesliga, den DFB-Pokal, der von Sky erstmalig im August 2008 übertragen wurde, sowie für die Vorbereitung des Marktstarts von Sky", teilt das Unternehmen dazu mit.
Sky hat Anfang Juli eine Marketingkampagne gestartet und den Handelsvertrieb deutlich ausgebaut, um die Zahl der Abonnenten und den Umsatz pro Kunde zu steigern. Bis Ende August will Sky die Anzahl der Verkaufsstellen auf rund 8.000 erhöhen.
Für 2009 erwartet Williams ein „deutliches Ebitda-Minus". Der Break-Even - von Ebitda und von Cash-Flow auf Monatsbasis - soll während des 4. Quartals 2010 erreicht werden. Dann will der Sender 3 Millionen bis 3,4 Millionen Abonnenten unter Vertrag haben. Einen Gewinn will das Unternehmen 2011 einfahren. dh/se
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