Bilanz
12.11.2009
Abonnenten-Zahlen von Sky steigen kaum / Pay-TV-Sender bleibt tiefrot
Trotz einer der größten Werbekampagnen in Deutschland im 2. Halbjahr 2009 steigen die Abonnenten-Zahlen des Pay-TV-Senders Sky nur leicht an. Auch wenn das Unternehmen zahlreiche Kunden für die neu strukturierten Pakete begeistern kann, reichen diese bislang gerade mal so aus, um auslaufende Verträge zu kompensieren. Um netto lediglich 67.000 auf 2,431 Millionen Abonnenten steigt die Zahl zum 30. September 2009. Das entspricht weniger als drei Prozent.
Auch die Kündigungsquote ist von 22,4 auf 23,3 Prozent gestiegen. Als Grund nennt der Sender in Unterföhring das Auslaufen der stark rabattierten sowie der Flex-Abonnements. Der Umsatz pro Abonnent (ARPU) ist allerdings ebenfalls gestiegen - und zwar um 57 Cent auf 25,77 Euro. Damit kommt Sky-Chef Mark Williams zumindest einem seiner Ziele deutlich näher, nämlich die Rentabilität der Abonnements zu steigern.
In den ersten neun Monaten diesen Jahres schreibt der Sender einen extrem hohen Verlust von 562,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: Allein die Programmkosten belaufen sich auf 581,5 Millionen Euro, der Umsatz nur auf 671,8 Millionen Euro. Im 3. Quartal 2009, dem ersten, in dem das Restrukturierungsprogramm von Williams und seinem Team voll greifen, liegt der Verlust jedoch nur noch bei 116,7 Millionen Euro. Rechtzeitig zum traditionell wichtigen Weihnachtsgeschäft hat Sky die Zahl der Verkaufsstellen von 3500 auf über 7000 ausgebaut. Außerdem erweitert der Sender sein HD-Angebot mit vier zusätzlichen Sender bis Mitte 2010. pap
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