19.11.2009
Analyse
Abgesetzt: Darum ist der Vox-Talk "Frauenzimmer" gescheitert
Der TV-Sender Vox hat Mut bewiesen, als er Ende Oktober das Talk-Format "Frauenzimmer" im Nachmittagsprogramm gestartet hat. Dies wurde jedoch nicht belohnt. Die Sendung erreichte bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen gerade einmal rund 3 Prozent Marktanteil. Dieses Trauerspiel hat Vox nun veranlasst, "Frauenzimmer" einzustellen. Ende dieser Woche treffen sich die "Klaschtanten" zum letzten Mal. Zumindest lebt die Marke im Internet weiter. Die gleichnamige Website, die RTL Interactive im Sommer 2008 gestartet hatte, bleibt bestehen.
Das Scheitern der TV-Sendung kommt nicht überraschend. Denn die Ära der nachmittäglichen Quassel-Shows ist längst vorbei. Während Ende der 90er Jahre Hans Meiser, Vera am Mittag, Araballa Kiesbauer und Andreas Türk die Zuschauerzahlen in die Höhe trieben, sind Talk-Shows am Nachmittag heute fast ausgestorben. Allein "Britt" (Sat 1) hat noch überlebt, nachdem sich sogar Oliver Geissen zum Herbstbeginn nach zehn Jahren von dem Genre verabschiedet hat. Wer angesichts dieses Trends ein Format wie "Frauenzimmer" startet, muss einen Fehlversuch einkalkulieren - zumal es starke Konkurrenz gibt. Auf dem Sendeplatz zwischen 16.30 Uhr und 17 Uhr laufen die ZDF-Telenovela "Alisa", die Doku-Soaps "Familien im Brennpunkt" (RTL) sowie „Reality Affairs (Pro Sieben) und die Sat1-Gerichtsshow "Richter Alexander Hold".
Einen Trumpf hatte "Frauenzimmer": das Hauptgesprächsthema waren Prominente. Derzeit boomen TV-Formate, die sich dem Glamour-Leben berühmter Persönlichkeiten widmen. So ist beispielsweise das Vox-Magazin "Prominent", das bisher nur am Sonntag zu später Stunde lief, seit dem 26. Oktober täglich um 15.30 Uhr zu sehen. Doch eines wurde bei "Frauenzimmer" eben nicht beachtet: Wenn es um Stars geht, wünschen sich die Zuschauer, dass der Glanz und Glamour auch gezeigt wird, wohingegen bei dem Talk-Format sieben C- und D-Promis in langweiliger Kulisse einfach nur darüber getratscht haben.
Zudem gilt die Regel: Zu viele Talkerinnen verderben den Redebrei. Die Runde bestand aus sieben wild zusammengewürfelten Frauen: "Liebesexpertin" Birgit Ehrenberg, Journalistin Evelyn Holst, TV-Moderatorin Bettina Böttinger, Schauspielerin Yasmina Filali, Sängerin Maite Kelly, Komödiantin Martina Brandl, Schriftstellerin Hatic Akyün. Unterstützung haben die Damen auch noch von einem prominenten Gast wie Sänger Ross Antony oder Fußballmanager Rainer Calmund bekommen. Wahrscheinlich wollte Vox mit dieser großen Anzahl an Rednern sicherstellen, dass auch wirklich jeder Zuschauer eine Identifikationsfigur findet. Statt dessen stiftete das jedoch eher Verwirrung. bn
martin sagte am 19.11.2009 um 14:56
kopfschütteln
mal gut, dass ich keinen fernseher mehr habe...wenn ich das schon höre "d-promis"-geht´s noch, ich wundere mich eh, wer diesen stuss schaut. gestaltet euer leben so interessant, dass ihr euch diesen müll nicht anschauen müsst.
s.k. sagte am 23.11.2009 um 17:23
schade
ich fand die sendung eher als angenehm. mal was anderes als immer wieder irgendwelche harz4 empfänger beim kinder kriegen, frauentausch blabla zusehen zu müssen. genauso wenig will ich blöde gerichtshows usw. sehen was ist nur aus der tv welt geworden :o(
tutnixzursache sagte am 23.11.2009 um 18:24
Alles Quatsch! Sendung war cool!
So... ich rege mich gerade echt auf über so einen Atrikel, der nur Quatsch verzapft. Ich fand die Sendung cool, gerade weil so viele Mädels da waren, war es sehr interessant den Themen zu folgen. Man konnte sich selbst und seine Meinung wieder entdecken...War wohl auch der Sinn der Sache. Die Mädels haben locker luftig von Alltagsthemen erzählt und keinen gestellten Mist fabriziert wie diese oben genannte (überigens auch schon abgesetzte) Sendung "Reality Affairs". Ist halt keine Sache für den GrimmePreis, aber unterhaltsamer als gestellte "realtity Dokus" oder gestellte Richtersendungen. Ich wünsch mir den Quatschnachmitta wieder. Ich vermisse auch die Quizsendungen, die es früher gab. Für meine Bildung tu ich was anderes, aber wenn ich aus meiner Nachtschicht komme und gemütlich etwas "weggucken" möchte war Frauenzimmer optimal. Schade... Habt ihr gut gemacht Mädels...!!! Lasst euch nix einreden!! :)
Martina sagte am 24.11.2009 um 16:24
Schade
Also ich fand die Sendung gut und finde es schade, dass sie abgesetzt wurde. Von Blabla-Sendungen hat man doch überall genug und ich finde, gerade hier wurde auch mal etwas hintergründiger (irgendwie ganz anders) getalkt. Intelligent und mit Humor. Aber scheinbar wollen die Zuschauer lieber Asoziale "mitten im Leben" sehen, die irgend einen Schwachsinn darstellen. Ätzed sag ich da nur. Aber das spiegelt unsere Gesellschaft wieder. Intelligenz hoch drei. Ich kann nur sagen: Mädels, ich hätte euch noch gern weiter zugesehen/zugehört !!!!!
silvia sagte am 24.11.2009 um 18:01
tolle sendung
auch ich finde es echt schade, dass diese sendung nicht mehr läuft. sie war spritzig und ehrlich. ich fand die frauenrunde top. immer diese quoten.. noch einmal daumen hoch für unsere damen.
Christina sagte am 24.11.2009 um 19:32
ich könnte weinen
Ich bin richtig traurig, dass diese Sendung eingestellt wurde. Hab zum Glück alle Sendungen aufgezeichnet und werde mir diese auch gelegentlich wieder ansehen. Ich fand diese illustre Runde genial und hab mich köstlich amüsiert
Karin sagte am 26.11.2009 um 13:18
Echt schade
Vielleicht lag es an der Uhrzeit, aber ich fand die Sendung herzerfrischend. Fühlte mich richtig wohl, wie beim Kaffeeklatsch mit Freundinnen. So was wird abgesetzt??! Aber sämtliche Dokus über irgendwelche Asis, die keinen interessieren und ihr Leben nicht in den Griff kriegen, werden täglich gezeigt. Arme Fernsehwelt, am besten ausschalten und nette Leute einladen. Hat man mehr von.
jenny sagte am 21.12.2009 um 16:34
frau
Ich finde es auch sehr schade, dass diese Sendung abgesetzt wurde. Vielleicht lag es an der falschen Sendezeit. Ich fand die Talkerinen sehr erfrischend und man konnte mal 1/2 Stunde abschalten und schmunzeln, denn sie haben doch oft das Kind beim Namen genannt;-) SchadeWeitere Nachrichten aus Medien vom 19.11.2009:
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