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von David Hein,
Redakteur HORIZONT.NET

ARD stellt "Gottschalk Live" ein


Das Experiment Thomas Gottschalk am Vorabend ist grandios gescheitert

Das Experiment Thomas Gottschalk am Vorabend ist grandios gescheitert


Am Ende ging es schneller als erwartet: Die ARD stellt "Gottschalk Live" mit Beginn der Sommerpause ein. Am 7. Juni wird Thomas Gottschalk zum letzten Mal im Vorabendprogramm der ARD auf Sendung gehen. Der Moderator selbst zeigt in einer ersten Stellungnahme Verständnis für die Entscheidung.
 
"Ich nehme diese Entscheidung der Intendanten mit Bedauern zur Kenntnis, habe aber volles Verständnis dafür", sagt Thomas Gottschalk. "Es war uns von Anfang an klar, dass wir mit diesem Format ein Experiment gewagt haben und ich war mir des Risikos zu jeder Zeit bewusst. Über das Schicksal eines Fernsehmoderators entscheidet das Publikum und ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es mir nicht gelungen ist, an diesem Programmplatz genügend Zuschauer zu begeistern. Trotzdem hat mir diese Erfahrung großen Spaß gemacht und ich danke der ARD, dass sie mir die Chance dazu gegeben hat."
Für die ARD nimmt WDR-Intendantin Monika Piel Stellung, die Gottschalk zur ARD geholt hat: "Ich finde es schade, dass "Gottschalk Live" beim Publikum nicht den Zuspruch gefunden hat, den wir diesem Format alle gewünscht haben. Es war ein Experiment, auf das sich Thomas Gottschalk mit seiner ganzen Persönlichkeit eingelassen hat." Man werde nun "in aller Ruhe" gemeinsam über eine Zusammenarbeit in anderer Form nachdenken.
 
Eigentlich war erwartet worden, dass die Intendanten bei ihrem Treffen am Montag und Dienstag über das Schicksal von "Gottschalk Live" entscheiden. Offensichtlich wollte die ARD die anhaltenden Spekulationen über das schwächelnde Format aber schnell beenden. Die Sendung, mit der die ARD endlich ihren seit Jahren kriselnden Vorabend wieder auf Kurs bringen wollte, hatte die hohen Erwartungen nie erfüllen können. Nach einem passablen Start mit über 4 Millionen Zuschauern sackten die Zuschauerzahlen in der Folge schnell ab - zeitweise auf unter 1 Million Zuschauer. Auch die Verpflichtung des bekannten Medienmachers Markus Peichl als Redaktionsleiter und zahlreiche Nachbesserungen am Konzept und Sendeablauf zeigten keine Wirkung. Die Marktanteile pendelten zuletzt zwischen 4 und 5 Prozent. dh
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