Öffentlich-Rechtliche
21.04.2010
ARD löscht 100.000 Online-Dokumente
Innerhalb des vergangenen Jahres hat die ARD mehr als 100.000 Dokumente aus ihren Onlingeangeboten gelöscht. Dies gab der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust heute bei der Frühjahrssitzung der Intendanten in Leipzig bekannt. So hat beispielsweise der NDR in den vergangenen Wochen mehr als die Hälfte seines Internetcontents entfernt.
Der SWR hat unter anderem rund 80 Prozent der Rezeptdokumente aus dem Bestand genommen und bis Ende August werden die Hälfte der Dokumente von "Report Mainz" folgen. Ab Anfang Juni werden nach Angaben des WDR noch 50 bis 60 Prozent der Inhalte von Sportschau.de Online sein.
Boudgoust nutzte die Intendantensitzung, um sich erneut gegen die Kritik der Verleger zu wehren: "Die unterstellte Expansion der ARD im Internet ist ein unhaltbarer Vorwurf. Was die Nutzer derzeit erleben, ist das genaue Gegenteil." Die Streichungen seien eine "schmerzliche Einschränkung" im Online-Angebot und gingen zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit der ARD. Hintergrund: In der Vergangenheit haben private TV- und Printhäuser immer wieder die öffentlich-rechtlichen Sender unter Beschuss genommen. Sie sehen in den gebührenfinanzierten Internetangeboten eine Wettbewerbsverzerrung. bn
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