16.05.2008
ARD-/ZDF-Online-Offensive: Produzenten wehren sich
Deutschlands TV-Produzenten mischen sich in die Debatte um die ARD-/ZDF-Online-Pläne ein. Die Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen, die sich im März 2008 gegründet hat, kritisiert die möglichen Regelungen im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, über den die Länder in der vergangenen Woche beraten haben.
Die Allianz wehrt sich dagegen, dass künftig in den Online-Mediatheken von ARD und ZDF Eigenproduktionen sieben Tage lang nach TV-Ausstrahlung zum Download bereitstehen können. Zudem sollen Previews im Web möglich sein. Damit bräche ein "wesentlicher Teil der etablierten Film- und Programm-Finanzierung" ersatzlos weg, heißt es in einer Mitteilung der Allianz. Es müsse die Frage geklärt werden, welche Verwertungsrechte überhaupt bei den Sendern liegen.
"Bei den Mediatheken etwa", so der Vorsitzende der Allianz, Alexander Thies, "handelt es sich nicht um ein angestammtes Senderecht, sondern um ein Online-Recht, welches ein neues Recht darstellt und eher dem Videomarkt zuzurechnen ist. Diese neue zusätzliche Verwertungsart kann und darf nicht den Sendern automatisch zugesprochen werden." Bislang sei mit den Produzenten über die Gestaltung, Nutzung und den Erwerb der Online-Rechte "nicht grundsätzlich" gesprochen worden.
Am 12. Juni wollen die Ministerpräsidenten der Länder über den Entwurf des neuen Rundfunkstaatsvertrags entscheiden. se
- Medien 13. Mai 2008: Online-Aktivitäten: Länder kommen ARD und ZDF entgegen
- Klartext 7. Mai 2008: Punktsieg für den VDZ
- Digital 7. Mai 2008: Streit um Begrenzung von ARD-/ZDF-Online-Angeboten
Weitere Nachrichten aus Medien vom 16.05.2008:
OC&C-Studie: Verlage sind im Netz aktiver als TV-Sender
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Entscheidung am PoS
Ausgerechnet ein Spezialist für Werbung am PoS relativiert die goldene Regel, nach der 70 Prozent der Kaufentscheidungen dort fallen. Global kehrt Ogilvy Action die Formel um. Hierzulande greifen 38 Prozent der Shopper spontan zu.
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Off the record
Bayern München führt bei Twitter
Beim Microblogging-Dienst Twitter sind auch bereits einige Bundesliga-Vereine mit einem Twitter-Account vertreten. Bayern München belegt dabei den Spitzenplatz mit den meisten Followern (Fans) aller Bundesliga-Clubs. Auf Platz 2 folgt Hannover 96 vor Schalke 04. Die Bundesliga-Mannschaften twittern aber in der Regel nicht selbst. Stattdessen twittern die Fans unter dem Logo ihres Clubs.
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HORIZONT Print
HORIZONT 36/2008 vom 04.09.2008
Das Top-Thema der Woche: Boris Schramm, Managing Director bei Group M und damit einer der einflussreichsten Mediaplaner der Republik, geht auf Konfrontationskurs zu Verlagen, die mit Pocketausgaben, Bundles und anderen Maßnahmen gegen den allgemeinen Auflagenrückgang ankämpfen.
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