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11.03.2010

Werbeoffensive

von Miriam Hebben,
Redakteurin Marketing / Sportbusiness

Schöfferhofer interpretiert das Prickeln neu


Schöfferhofer-Imagespot "Verlangen"

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Harald geht, das Prickeln bleibt. Nach 14 Jahren schlägt Schöfferhofer eine andere Richtung in der Kommunikation ein. Am Sonntag ist der neue Imagespot für die Weizenbiermarke aus dem Hause Radeberger erstmals im Fernsehen zu sehen - nicht mehr dabei: Harald, seine französische Freundin und das Bier, "das so schön hat geprickelt in mein Bauchnabel".

 
"Wir haben mit dem Harald-Spot eine große Bekanntheit erlangt und uns als moderen Weizenbieralternative positioniert", sagt Jochen Wienhold, Marketing Manager bei Schöfferhofer. "Allerdings gab der Spot der Marke keine neuen Impulse mehr." Die Kernwerte der Marke - Verlangen, Begierde und Sehnsucht - transportiert der neue Film in ein zeigemäßes, urbanes Umfeld, in dem sich ein junges Paar getrennt voneinander an gemeinsame Stunden erinnert. Keine Überlegungen gab es, vom „gesetzten Claim" abzuweichen, wie Wienhold erklärt: "Das Prickeln ist für unser Markenbild sehr wichtig." So heißt es auch in Zukunft: "Prickelt länger, als man trinkt."
 
Das Commercial ist die Premierenarbeit von Ogilvy & Mather für den Kunden. Die Frankfurter Agentur konnte sich in einem Pitch durchsetzen und ist seit Jahresbeginn für Schöfferhofer tätig. Der Vorgängerspot war eine Inhouse-Kreation. Produziert hat den 37-Sekünder die Berliner Filmproduktion Jo/Schmid.
 
Für Mediaplanung und Einkauf ist Carat, Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der Oetker-eigenen Media-Tochter Omnia zuständig. Seine Premiere feiert der der Film am Sonntag in einem "Road-Blocking": um 20.13 Uhr läuft er zeitgleich auf allen reichweitenstarken Privatsendern. Danach ist er die komplette Weizenbiersaison hindurch bis Mitte September zu sehen. Um das nicht näher definierte endliche Mediabudget nicht überzustrapazieren, wird das Commercial zu Beginn in höherer Frequenz laufen als hinten raus. "Um die volle Emotionalität zu transportieren, ist die Spotlänge von 37 Sekunden notwendig", erklärt Wienhold. Laut Nielsen Media Research hat Schöfferhofer im vergangnen Jahr brutto knapp 27 Millionen Euro in TV-Werbung gesteckt. mh

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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (2)
Just TV sagte am 11.03.2010 um 20:34

Urheberschaft des Schöfferhofer Weizen Bauchnabel Spots

Ich darf Ihre Meldung in einem Punkt berichtigen: Der Bauchnabelspot für Schöfferhofer Weizen war keine Inhouse Produktion, sondern stammt von Evelyne Wenzel, der damaligen Kreativ-Chefin von BBDO.
bierathlet sagte am 20.03.2010 um 10:46

Harald geht - und das Prickeln auch

"Verlangen, Begierde und Sehnsucht" soll dieser Spot also vermitteln. Ich lach mich tot. Selten wurden Emotionen steriler und künstlicher umgesetzt als hier. "Urbaner, zeitgemäßer" Hochglanz-Abziehbild-Kitsch ohne jeden Hauch von Idee, Witz und Charme. Ich vermisse Harald jetzt schon aufs Schmerzlichste...

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