09.04.2008
Bonusprogramme
Payback-Angreifer Deutschlandcard gewinnt 2 Millionen Nutzer
Das Anfang März gestartete Kundenbindungssystem Deutschlandcard zählt nach einem Monat mehr als zwei Millionen Nutzer. "Das große Interesse an der Deutschlandcard zeigt, dass ein neues, überzeugendes Angebot in diesem Bereich notwendig war", kommentiert Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann-Tochter Arvato, die das System auf die Beine gestellt hat, die Zahlen bei der Präsentation der Bilanz für 2007.
Das System, an dem im ersten Schritt die Partner Edeka, Deutsche Bank, der Pharmagroßhändler Gehe mit den Gesund-leben-Apotheken, der Last-Minute-Spezialist L'Tur und die Porta-Einrichtungshäuser teilnehmen, soll Payback und Happy Digits Konkurrenz machen. Platzhirsch Payback veröffentlicht die Anzahl der ausgegebenen Karten nicht mehr. Verfolger Happy Digits hat im Juli 2007 die 30-millionste Karte vermeldet.
Buch hofft, die Deutschlandcard als dritte Kraft im Markt etablieren zu können. Die Karte wird mit einem Brutto-Etat von rund 40 Millionen Euro in den Markt gedrückt (Agentur: Vasata Schröder, Hamburg). Am Rande der Bertelsmann-Bilanzpressekonferenz Mitte März hatte Buch das Projekt gegenüber Horizont.net als eines der wichtigsten von Arvato im Jahr 2008.
Insgesamt will Arvato Umsatz, Ergebnis und Mitarbeiterzahl 2008 weiter steigern. Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz auf rund 4,9 Milliarden Euro, das Operating Ebit auf 366 Millionen Euro. Weltweit beschäftigt der Konzern in den Sparten Services, Print, Storage Media / Digital Services und IT rund 52 000 Mitarbeiter.
- Marketing 20. März 2008: Deutschlandcard trommelt im TV
- Digital 10. März 2008: Deutschlandcard surft mit Denkwerk
- Marketing 25. Februar 2008: Deutschlandcard startet mit hohem Werbedruck
- Kreation 27. März 2008: Deutschlandcard
Kreativ-Projekt-Blog sagte am 09.04.2008 um 18:50
Wieviel Karten braucht der Mensch?
Diesen perfekten Einstieg schaffte Arvato sicherlich auch dadurch, dass Arvato aus dem eigenen Haus (www.az-direct.com) über ein Adressenpool von über 37 Mio. Privatadressen (Opt-In) verfügt und dieser Pool für entsprechende Marketingaktionen genutzt wird. Die Frage, die sich mir stellt ist, für was ich noch eine Karte benötige?! Manch einer muss ja schon bald mit einem Koffer einkaufen gehen um alle Karten mitzunehmen. Und die Prämien für die gesammelten Punkte halten sich doch sehr in Grenzen ...
TOMTOM sagte am 10.04.2008 um 12:57
Hat keine Aussagekraft
da: 1. Dies nicht bedeutet, dass die Konkurrenz dadurch "Angegriffen" wurde. Mehrere Karten sind eh Gang und Gebe. 2. Wenn jeder Buchklub von Bertelsmann wie bei Sixt die Karte "geschenkt" überreicht bekommt, sind 2 Mio eigentlich nichts. 3. Sagt über die Nutzung nichts aus. Bei gleichen Leistungen, zieht man eher den Platzhirschen vor. Da das Summieren leichter geht und immer gegen das Verfallsdatum geht. 4. Es wird wahrscheinlich genauso erfolgreich sein wie die anderen auch. Wenn ich für 5000? shoppen kann, kann ich mir auch den Milchschäumer selbst kaufen. Wahrscheinlich noch einen Zehner drauflegen und eine bessere Qualität erhalten.
C.Behrens sagte am 05.05.2008 um 02:53
Braucht kein Mensch
Bei einem Einkauf von EUR50.000 bei Edeka erhält man eine Wii für EUR250 (Stand 03/2008). Nicht nur, daß das Aushandeln von Rabatten kaum noch möglich ist ("Rabatt? Nein! Haben sie nicht die Deutschlandcard?") auch ein eigenes Einkaufsprofil gibt der Nutzer der Karte KOSTENLOS an die Macher der Deutschlandcard. Schon bei Payback wurde die Vermutung geäußert, daß Versicherungen an den Daten interessiert sind (Wer viele Zigaretten kauft oder viel Alkohol oder viele Medikamente, dürfte dann schlechte Karten haben). Aber selbst wenn die D-Card "nur" zur Optimierung des Verkaufs von Produkten der Deutschlandcard-Mitglieder dient, ist das was man als Kunde dafür erhält geradezu ein Witz. Klein Fritzchen denkt sich natürlich "Wir sind Deutschland"... schimpft, daß die "Großen" immer auf Kosten der "Kleinen" wirtschaften... und erkennt nicht, daß er selber Daten quasi kostenlos weitergibt, die für die großen Unternehmen einen enormen Wert haben. Mit heutigen Computersystemen kann man mit so einer Deutschlandcard-Datenbank ruckzuck nachsehen wo viele Menschen mit hohem Gehalt wohnen - und wo nicht. Na wenigstens hat Herr Schäuble im Ernstfall weniger zu tun - "Der hat gestern 100 Feuerzeuge und 10 Packungen Grillanzünder bei Edeka gekauft - klarer Fall: ein Terrorist"Weitere Nachrichten aus Marketing vom 09.04.2008:
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