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Volkswagen

von Michael Reidel,
Ressortleiter Marketing

VW: Luca de Meo wird Marketingvorstand bei Audi, Jürgen Stackmann folgt bei VW


Luca de Meo wird Marketing-Vorstand bei Audi

Luca de Meo wird Marketing-Vorstand bei Audi


Es ist der größte Umbau in der Unternehmensgeschichte, den VW-Konzernchef Martin Winterkorn heute in Stuttgart präsentiert hat. Der massive Umbau bei VW und den Konzerntöchtern dient dem Ziel, 2018 an der Spitze der Branche zu stehen und Schwachstellen im Konzern zu beseitigen. "Wir haben jetzt die richtigen Persönlichkeiten auf den richtigen Posten", sagt Winterkorn.
 
Der Wolfsburger Multi-Marken-Konzern will bis spätestens 2018 die Marke von 10 Millionen Verkäufen knacken. Bereits jetzt liegt VW nach Auslieferungszahlen hinter General Motors auf Platz 2. Von dem Umbau betroffen ist auch das Konzernmarketing. Luca de Meo, Leiter VW Konzernmarketing und Markenchef bei VW, wechselt zum 1. September als Vertriebs- und Marketingvorstand nach Ingolstadt.
De Meo arbeitet seit August 2009 für VW. Der ehemalige Fiat-Manager begann als VW-Marketingchef in Wolfsburg, im Juni 2010 stieg er zum Leiter VW-Konzernmarketing auf, um die ehrgeizigen Wachstumspläne des Konzerns zu forcieren. Eine ähnliche Aufgabe erwartet de Meo jetzt bei Audi. Audi-Chef Rupert Stadler will bis 2020 jährlich zwei Millionen Fahrzeuge absetzen.
 
Jürgen Stackmann 

Jürgen Stackmann

Eine weitere Personalie auf dem Weg: Wolfgang Dürheimer, der derzeitige Bentley- und Bugatti-Verantwortliche, löst im Audi-Vorstand Michael Dick ab und  verantwortet künftig die Entwicklungen bei der Edelmarke. Dick geht in den Ruhestand. Geklärt ist mit dem Umbau auch, wer de Meo bei VW nachfolgt, der derzeitige Marketing und Vertriebsvorstand von Škoda, Jürgen Stackmann. Der bisherige Audi-Vertriebschef Peter Schwarzenbauer verlässt den Konzern. Mit Schwarzenbauer verlieren rund 30 weitere Manager ihren Job oder erhalten neue Aufgaben. Besonders stolz ist Winterkorn, dass alle Positionen mit eigenen Mitarbeiter besetzt werden konnten. Die Entscheidungen fielen auf einer Sondersitzung des Aufsichtsrats am gestrigen Freitag in Stuttgart. Mit den Personalrochaden wollen VW-Chef Winterkorn und sein Chefaufseher Ferdinand Piëch das Dickschiff aus Wolfsburg und die Konzerntöchter weiter auf Wachstumskurs halten.
 
Eine zentrale Rolle spielt dabei neben der Kernmarke VW auch das Chinageschäft der Wolfsburger. Mit dem bisherigen Nutzfahrzeug-Konzernvorstand Jochem Heizmann an der Spitze schafft VW erstmals ein eigenes China-Vorstandsressort. "Bis 2016 investieren wir über 14 Milliarden Euro in zusätzliche Kapazitäten und neue Fabriken", kündigt Winterkorn an. Für den VW-Chef ist das ein entscheidender Schritt zu mehr Wachstum. 2011 hat der Konzern im Reich der Mitte 2,3 Millionen Fahrzeuge verkauft und 2,6 Milliarden Euro zum Ergebnis beigetragen.
 
Zudem fasst Winterkorn die Marken MAN, Scania und Volkswagen-Nutzfahrzeuge im Ressort Nutzfahrzeuge im Vorstand zusammen. An dessen Spitze steht künftig Scania-Chef Leif Östling.
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