09.05.2008
Drohende Restriktionen für Red Bull und Co
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt in einer Stellungnahme für das Verbraucherschutzministerium vor dem unbedachten Genuss von Energydrinks wie Red Bull.
Aufgrund von Todesfällen fordern die Wissenschaftler Hinweise, nach denen "bestimmte Verbrauchergruppen wie Kinder, Schwangere, Stillende und koffeinempfindliche Personen auf den Verzehr von Energydrinks verzichten sollten. Außerdem sollten sie auf mögliche unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit ausgiebiger sportlicher Betätigung oder mit dem Genuss von alkoholischen Getränken hinweisen."
Auch wenn derzeit noch kein kausaler Zusammenhang feststellbar sei, weist das BfR darauf hin, dass "Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Nierenversagen und erneut Todesfälle nach dem Verzehr von Energydrinks beschrieben" würden. Inzwischen wird der 20-seitige Bericht in Medien wie etwa Spiegel Online zitiert. Laut dem Bericht habe das Ministerium die Produzenten von Energydrinks zu einem Gespräch eingeladen, was eine Sprecherin des Ministeriums derzeit nicht bestätigen kann.
"Momentan warten wir auf eine Stellungnahme der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)", so die Sprecherin gegenüber HORIZONT.NET. Die EFSA soll für die EU-Kommission ebenfalls Ratschläge geben. Damit warten die Berliner Offiziellen derzeit auf eine gemeinsame europäische Linie, um mögliche Warnhinweise auf Verpackungen einheitlich vorzuschreiben. Dennoch behält sich aber das von Horst Seehofer geführte Ministerium auch ausdrücklich einen deutschen Alleingang vor. Somit droht den Herstellern im Extremfall nicht nur die verpflichtende Anbringung von Warnhinweisen, sondern auch je nach Staat unterschiedliche Verpackungen.
Zudem könnten die Hinweise auf Konsumverzicht im Zusammenhang mit Sport eine komplette Umstellung der Kommunikation für Marken wie Red Bull bedeuten, denn im Sportsponsoring setzt das Unternehmen Schwerpunkte. Red Bull Deutschland äußerte sich dazu wie folgt: "RL 2002/67/EG sieht eine europaweite Vorschrift für die Kennzeichnung von koffeinhaltigen Getränken vor. Diese sieht für Getränke, die mehr als 150 mg/l Koffein enthalten, einen verpflichtenden Hinweis auf den Koffeingehalt vor. Wir erachten diese Regelung als ausreichend, um die Konsumenten über die charakteristischen Eigenschaften dieser Produkte zu informieren. Die BfR-Stellungnahme beinhaltet keine Erkenntnisse, die eine Änderung der geltenden Kennzeichnungsvorschriften rechtfertigen würde". tk
- Marketing 6. März 2007: Puma und Red Bull geben gemeinsam Gas
- Medien 2. Januar 2007: Red Bull kauft Salzburg TV
- Medien 27. November 2006: Premiere und Red Bull sprechen über Partnerschaft
Weitere Nachrichten aus Marketing vom 09.05.2008:
Dove-Kampagne: Unilever bestreitet Fake-Vorwürfe
Fußball-EM: Sponsoren kommen nicht in die Gänge
Lidl lockt qualitätsbewusste Verbraucher
Spot-Check: Fisherman's Friend fährt wieder zur See
Entzaubert: ETFlab kommuniziert seine Finanzprodukte
Spot-Check: Bet-at-home verbrüdert Fußballfans aus Deutschland und Österreich
Nachrichten
Kreation
Persil Gel
Unter dem Motto "Persil Gel. Das passt zu mir" macht Henkel, Düsseldorf, mit einer crossmedialen Kampagne auf die Persil Flüssigrange aufmerksam. Ab kommender Woche werben TV-Spots, Anzeigen und Plakate für die vier Gel-Varianten Color, Universal, Sensitive und das neue Produkt "mit der Frische von Vernel".
Agenturprofile
Aktuelle Studien
Chart des Tages

Trotz der Rekordausbeute von insgesamt 54 Lions rutscht Deutschland auf Platz 3 im Ländervergleich (2007: Platz 2). Führend sind die USA, gefolgt von Großbritannien. Das Ranking der deutschen Agenturen führt Nordpol mit acht Löwen an.
HORIZONT Print
HORIZONT 29/2008 vom 17.07.2008
Das Top-Thema der Woche: Bei Pro Sieben Sat 1 stoßen derzeit zwei Welten aufeinander. Wirtschaftspresse und die Finanzmärkte senken den Daumen, Andreas Bartl hingegen präsentiert sich als Konzernvorstand kämpferisch und selbstbewusst.
Zum Inhalt
Infos zum Abo
Das Top-Thema der Woche: Bei Pro Sieben Sat 1 stoßen derzeit zwei Welten aufeinander. Wirtschaftspresse und die Finanzmärkte senken den Daumen, Andreas Bartl hingegen präsentiert sich als Konzernvorstand kämpferisch und selbstbewusst.
Zum Inhalt
Infos zum Abo











