Autobauer
23.11.2011
Zu viel Sex: Fiat eckt mit TV-Spot in USA und Australien an
Eigentlich ist es eine harmlose Geschichte. Fiat bewirbt in den USA und in Australien den neuen Fiat 500 Abarth zur Markteinführung mit bewegten Bildern. Die Nachricht ist seit ein paar Tagen zu lesen, ebenso der Inhalt des Commercials. Verklemmter Mann, eine schwarzhaarige Schönheit, ein schwarzer Abarth, ein bisschen Erotik und ein wenig Necking. Viel mehr Zutaten braucht es nicht für einen aufmerksamkeitsstarken Film. Was bisher hierzulande weniger bekannt ist: In beiden Ländern wird der Spot wohl nicht im TV laufen. In den USA wegen der erotischen Anmutung, in Australien wegen der Fahrszenen.
Für manches US-Network hat der Spot zu viel Sex. Senderchefs fürchten die Proteste religiöser Gruppen. Und Fiat und Chrysler müssten dann vielleicht mit Boykottaufrufen und einem Imageschaden rechnen, sofern einflussreiche Medien sich auf den Spot einschießen. Was gefährlich wäre. Im ersten Quartal hatte die Chrysler Group erstmals seit der Insolvenz wieder Geld verdient. Fiat selbst ist noch weit davon entfernt, auf dem US-Markt wieder etabliert zu sein. Olivier Francis, US-Chef von Fiat, rudert daher bereits zurück. „Wir sind uns nicht sicher. Es könnte zuviel sein", zitiert ihn AOL Autos. Dabei ist das rumänische Topmodel Catrinel Menghia und ihr laszives Locken doch eigentlich nur die Methapher für den 500 Abarth und die erotischen Fantasien seines Fahrers.
Und wenn das nicht schon genug Probleme wären, gibt es auch jetzt noch einen Hänger auf dem australischen Markt. Hier sind es allerdings weniger die weiblichen Reize und die Ausrufe „Ziehst Du mich mit deinen Augen aus", die für Erregung sorgen. Vielmehr stört die Australier die rasanten Fahrszenen am Ende des Spots. Für den auf Verkehrssicherheit bedachten Kontinent ist das eine Aufforderung zu riskanter Fahrweise. So hat Fiat plötzlich unerwartet viele Herausforderungen zu lösen. Dabei geht es doch eigentlich nur um ein Auto und einen harmlosen Spot. mir
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