Werbekonjunktur
26.05.2009
Werbemarkt: ZAW korrigiert Prognose deutlich nach unten
Ende vergangenen Jahres übte sich der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) noch in Optimismus. Während Mediaexperten für das Jahr 2009 bereits zweistellige Einbußen bei den Werbeausgaben voraussagten, gab sich der Verband mit einem prognostizierten Minus von 1 bis 2 Prozent noch vergleichsweise hoffnungsvoll.
Doch nun erkennt auch der von Michael Kern geführte Verband die Realität auf dem Werbemarkt an: Um 5 bis 8 Prozent werden die Werbeeinahmen der Medien in diesem Jahr schrumpfen, so der Verband heute in Berlin.
Die deutlichen Konsequenzen der Krise für die Medien zeigt eine Bilanz der Netto-Werbeeinnahmen 2008, die der ZAW ebenfalls in Berlin vorgelegt hat. Nach Angaben haben die Medien im vergangenen Jahr nach Abzug von Rabatten und Provisionen einen Umsatz von 20,36 Milliarden Euro erwirtschaftet - 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die größten Verlierer unter den Werbeträgern waren laut ZAW Tageszeitungen (minus 194 Millionen Euro), Publikumszeitschriften (minus 129,4 Millionen) sowie TV (minus 120 Millionen). jh
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