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Vertriebskooperationen

von Bettina Neises,
Redakteurin Ressort Medien

Versandapotheke verbündet sich mit der Deutschen Post


Adressiert über die Post neue Zielgruppen: Oliver Blume, Geschäftsführer Easy-Apotheke 

Adressiert über die Post neue Zielgruppen: Oliver Blume, Geschäftsführer Easy-Apotheke

Der Vertrieb über Filialen und das Internet reicht Easy-Apotheke nicht mehr. Ab sofort kooperiert das Unternehmen mit der Deutschen Post. Mit diesem Schritt will der Hildesheimer-Apotheken-Discounter vor allem der wachsenden Konkurrenz durch die Drogeriemarktketten DM und Schlecker Paroli bieten, die seit Kurzem als Annahmestelle für ausländische Versandapotheken operieren.
 
Durch die Zusammenarbeit mit der Post bietet Easy-Apotheke nun auch einen Vor-Ort-Service für die Medikamenten-Bestellung an. In acht ausgewählten Post-Filialen in Hannover und Hildesheim sowie zehn Filialen in Stuttgart liegen ab dem 12. März Rezepttaschen des Unternehmens aus. Kunden füllen diese aus, legen die entsprechenden Rezepte hinein und werfen die Umschläge dann in einen Briefkasten beziehungsweise geben ihn am Schalter ab. Diese werden an die Zentrale in Hildesheim weitergeleitet und dort bearbeitet.
Innerhalb von zwei Werktagen sollen die gewünschten Produkte mit der Post-Tochter DHL verschickt werden. Die Bestellung rezeptpflichtiger Medikamente ist versandkostenfrei, für frei verkäufliche Produkte erhebt die Post eine Gebühr von 3,95 Euro. Die Bezahlung erfolgt per Bankeinzug.
 
Verläuft die sechsmonatige Testphase erfolgreich, soll über die Ausbreitung des Modells in weitere Bundesländer entschieden werden. "Der Versandhandel ist für Easy-Apotheke ein wichtiges Standbein als Ergänzung zu den verschiedenen Apotheken-Standorten", erklärt Geschäftsführer Oliver Blume. "Über den Multi-Channel-Vertrieb werden unterschiedliche Zielgruppen erreicht und weit reichende Synergien zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen geschaffen."
 
Auch die Post erhofft sich dadurch einen strategischen Vorteil. "Mit dem Medikamenten-Bestellservice schaffen wir einen echten Mehrwert für unsere Kunden und können eine zusätzliche Dienstleistung in unseren Filialen anbieten", begründet Biance Overbeck, Abteilungsleiterin Marketing und Vertriebsmanagement. bn
 

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