HORIZONT.NET
08.02.2008

Vattenfall will Kundenbindung verbessern


Lars Josefsson kämpft gegen Kundenschwund 

Lars Josefsson kämpft gegen Kundenschwund

In diesem Jahr stehen die Zeichen bei der in Berlin ansässigen Deutschlandtochter von Vattenfall ganz auf Kundenbindung. Das kündigte CEO Lars Josefsson bei der Präsentation der Zahlen für das Geschäftsjahr 2007 in Stockholm an.
 
Der schwedische Konzern hat hierzulande im vergangenen Jahr rund 250.000 Kunden verloren. Josefsson führte dies auf zunehmenden Wettbewerb, Preiserhöhungen und vor allem auf die schlechte Informationspolitik nach den Störfällen in den Kernkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel zurück. Trotzdem liegt der Marktanteil in Berlin und Hamburg - den Städten, in denen Vattenfall hierzulande tätig ist - noch bei über 80 Prozent. Das entspricht rund 2,9 Millionen Kunden.
 
Das Deutschlandgeschäft hat 2007 mit umgerechnet rund 8,2 Milliarden Euro mehr als die Hälfte zum 15,2-Milliarden Euro schweren externen Umsatz der Vattenfall-Gruppe beigetragen - circa 800 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
 
In diesem Jahr will die Berliner Tochter Vattenfall Europe deutschlandweit mehr Kunden gewinnen und setzt dabei vor allem auf die Attraktivität des Internetprodukts "Easy".
 
Ein halbes Jahr später als angekündigt bietet der Versorger den Tarif nun auch außerhalb der Hauptmärkte Berlin und Hamburg an. Eine Kampagne für das Angebot sei geplant, so eine Vattenfall-Sprecherin, die allerdings keine weiteren Details nennen wollte. pap
 

 

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (1)
Meier sagte am 09.02.2008 um 01:06

Alles Lüge, wie gehabt

Ja, Easy ist toll und Vattenfall wollte nun auch die Preise senken. Aber Leute, schaut auch mal hinter die freundlich grinsende Maske dieser Herren und Ihr werdet die Wahrheit finden. Wieder hat man heimlich den Tarif von Berlin Easy erhöht, wird schon keiner merken. Seit Monaten müsste man ja ohne die Atommeiler Verluste machen, aber nein erneut nur Gewinnsteigerungen. Wie geht das ? Nun der skandinavische Kolonialkapitalismus quetscht halt den Deutschen aus wie eine Zitrone und unsere Politiker machen mit. Oder wer verkaufte z.B. die Bewag ? Wer beschloß, das Preise nicht mehr genehmigt werden müssen ? Welche Altpolitiker sitzen nun in diesen Unternehmen in Führunspositionen ? Wer will das es viele kleine Unternehmen geben muss, die dann alle ihre Preise mit Gewinn machen müssen, sich den Strom gegenseitig verkaufen und eigentlich immer noch dem gleichen Konzern gehören ? Es wird aber in Zukunft noch besser werden, wenn mit EU-Mitteln (also auch unser Geld) mitfinanzierte neue Atommeiler an Deutschen Grenzen gebaut werden, dort die altbekannten Firmen mitmischen und uns dann diesen "günstigen Strom" für teures Geld verkaufen oder aber völlig überteuerter ÖKO-Strom an den Mann gebracht wird, der eben so teuer sein muss, weil man dies garantiert hat. Vielen Dank an all die Grünen, die das nicht sehen wollen oder können. Und vielleicht leben wir ja gerade deshalb beim nächsten Gau einen Tag länger, eh die Wolke uns erreicht hat.

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