Big Spender
06.02.2009
Unilever profitiert von sinkenden Werbepreisen
Während der schwächelnde Werbemarkt den Medienunternehmen weltweit zu schaffen macht, reiben sich die Markenartikler allmählich wegen der sinkenden Preisen die Hände. Aktuellstes Beispiel ist Unilever. Der Konsumgüterriese hat eigenen Angaben zufolge im 4. Quartal 2008 in vielen Märkten von den nachgebenden Werbekosten profitiert.
Die Folgen sind messbar: Wie aus der Jahresbilanz des Multi-Markenherstellers (Rama, Knorr, Bertolli, Domestos, Dove, Rexona) hervorgeht, hat sich durch den Preisrutsch im 4. Quartal 2008 das Verhältnis zwischen Werbespendings und Umsatz um 1,3 Prozentpunkte verbessert. Auf das Gesamtjahr bezogen musste Unilever 0,7 Prozent weniger für Werbung ausgeben, um den gleichen Umsatz zu erzielen. Beim Wettbewerb beobachtet der Konzern laut seinem Quartalsbericht "ähnliche Kürzungen".
Auch sonst kann sich die Bilanz sehen lassen. Im 4. Quartal hat der britisch-niederländische Konzern seinen Nettogewinn um 51 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz kletterte um 3 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Eine Prognose wagt Unilever allerdings nicht. "Auf Grundlage der derzeitigen wirtschaftlichen Unsicherheit wäre es zum jetzigen Zeitpunkt unangemessen, einen Ausblick speziell für 2009 zu geben oder die Ziele für 2010 zu bestätigen", so CEO Paul Polman. mas
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