HORIZONT.NET
20.11.2007

Mobilfunkmarkt

von Marco Saal,
Ressortleiter HORIZONT.NET

Trotz Einstweiliger Verfügung: T-Mobile will am iPhone-Verkauf festhalten


Sorgt für mächtig Wirbel: Das Apple-I-Phone 

Sorgt für mächtig Wirbel: Das Apple-I-Phone

Der Bonner Mobilfunkanbieter T-Mobile gibt sich nach der Einstweiligen Verfügung, die Vodafone gegen den exklusiven Verkauf des iPhone erwirkt hat, kämpferisch.

"Wir haben keinen Zweifel daran, dass die Erfolgsgeschichte des iPhone in Deutschland von Apple und T-Mobile fortgeschrieben wird", sagt Philipp Humm, Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland.

Gibt sich kämpferisch: Philipp Humm, Chef von T-Mobile Deutschland 

Gibt sich kämpferisch: Philipp Humm, Chef von T-Mobile Deutschland

Bis zur endgültigen Klärung der Rechtslage will sich T-Mobile Deutschland an die Auflagen der richterlichen Verfügung halten. Zudem behält sich T-Mobile die Prüfung von Schadensersatzforderungen "in maximaler Höhe" vor. Nicht ohne Grund: Eine Eilentscheidung des Landgerichts Hamburg verbietet es T-Mobile unter Androhung eines Ordnungsgeldes von 250.000 Euro, das iPhone zu verkaufen, wenn es nur in Verbindung mit einem 24-Monatsvertrag angeboten wird und wenn es durch eine technische Sperre nur über das T-Mobile-Netz betrieben werden kann. Die Telekom-Tochter will gegen die Einstweilige Verfügung nun Widerspruch einlegen, um die Rechtsgrundlage gerichtlich klären zu lassen.

Die Einstweilige Verfügung war am Montagabend bei T-Mobile eingegangen. Der Düsseldorfer Wettbewerber Vodafone will mit der Maßnahme eigenen Angaben zufolge dagegen vorgehen, dass das iPhone nur mit einem Zweijahresvertrag exklusiv bei T-Mobile verkauft wird, obwohl das 399 Euro teure Gerät von der Telekom-Tochter nicht subventioniert wird. "Dass ein nicht subventioniertes Handy exklusiv und nur gekoppelt mit  einem Zweijahresvertrag angeboten wird, das hat es in Deutschland noch nicht gegeben", erklärt Sprecherin Bettina Donges gegenüber HORIZONT.NET. Der Deal zwischen Apple und T-Mobile gefährde den fairen Wettbewerb und schränke die Freiheit der Mobilfunknutzer ein, so Donges weiter. 

Mit dem Qbowl von Samsung will Vodafone das I-Phone entzaubern 

Mit dem Qbowl von Samsung will Vodafone das I-Phone entzaubern

Gegen Exklusiv-Deals selbst richtet sich die Einstweilige Verfügung freilich nicht.  In Deutschland ist es seit Jahren gängige Praxis, dass Mobilfunkanbieter Geräte exklusiv anbieten. So ist etwa das Samsung-Multimediagerät Qbowl derzeit ausschließlich in den Vodafone-Shops zu haben. Allerdings ist das Gerät nicht an einen Vertragsabschluss gekoppelt und kann damit auch von Kunden von T-Mobile, O2 oder E-Plus erworben werden.

Laut Donges geht es Vodafone nicht in erster Linie darum, das iPhone auch den eigenen Kunden anbieten zu können. Zwar sei das iPhone "ein interessantes Handy", so Donges. Allerdings wolle Vodafone das Produkt nicht um jeden Preis in sein Portfolio aufnehmen.

Damit bezieht sich die Vodafone-Sprecherin auf das umstrittene Kooperationsmodell, das Apple offenbar international durchgesetzt hat. Mit diesem Modell sichert sich der US-Konzern als erster Hardwarehersteller überhaupt eine Beteiligung an den Umsätzen, die die Kunden der Netzbetreiber über Sprachtelefonate und die Nutzung des mobilen Internets generieren.


Leser-Kommentare zu diesem Artikel (4)
Wolfgang sagte am 20.11.2007 um 18:01

Apple-Kult

Es ist schon erstaunlich, ´wie Apple es hinbekommt, mit einem allenfalls mittelmäßigen technischen Produkt die Massen zu begeistern. Wetten - dass Samsung dagegen floppt? Das Qbowl kann technisch vielleicht mehr als das iphone, liegt aber wesentlich billiger in der Hand. Und ich weiß es - ich habe letzten Samstag nämlich beim Shoppen den Haptik-Test gemacht.
Tim sagte am 20.11.2007 um 19:15

Goddamit

Der Name des Teils ist iPhone. Weder I-Phone, noch IPhone oder i-Phone sondern einfach nur iPhone. Wann kapieren das die zuständigen Redakteure endlich mal? Genauso, wie E-Mail eben E-Mail und nicht eMail, EMail oder e-Mail geschrieben wird. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
Volker Schütz sagte am 20.11.2007 um 19:30

Vom I-Phone zum iPhone

Der Mann hat recht. Liebe Kolleginnnen und Kollegen, schreibt I-Phone, wie es sich gehört: iPhone.
James Becks sagte am 21.11.2007 um 08:15

Klugscheißer

Und wenn Sie 'eifon' geschrieben hätten. Jungs wir hätten auch dann gewusst worum es hier im Focus geht.. ;D

Weitere Nachrichten aus Marketing vom 20.11.2007:

Continental baut erneut auf DFB-Keeper Hildebrand
NRW plant Imagekampagne
Markenverband kritisiert Plus-Übernahme durch Edeka

Zur Übersicht
Lesezeichen hinzufügen bei
Mister Wong Yahoo MyWeb BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Link Arena Yigg Web News OneView
Nachrichten
Kreation

Theramed Oxywhite
Eine sommerlich bekleidete Frau geht mit Schlittschuhen über dem Rücken zu einem See und lässt ihre dank Theramed strahlend weißen Zähne aufblitzen. Danach sorgt sie mit ihrem „unglaublich frischen Atem“ dafür, dass der See gefriert. So kann sie ihre Runden drehen und ihren Traumprinzen treffen. Dieser hat sich natürlich auch die Zähne mit Theramed geputzt, was schon von weitem zu sehen ist.

Chart der Woche
Chart_Grafik.jpg
Überschätzt:
Das Web hat als Informationsmedium nicht die große Bedeutung wie angenommen. Laut einer Studie ist TV als erste Nachrichtenquelle weitaus wichtiger.
 
Click Here