23.04.2008
Umbau
Tchibo mit Umsatzrückgang
In seiner Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 weist die Hamburger Maxingvest einen Umsatz von rund 9 Milliarden Euro aus, wie der Mutterkonzern von Beiersdorf und Tchibo heute in Hamburg mitteilte. Im Vorjahresvergleich stieg das Konzernergebnis damit um 1,5 Prozent. Das EBIT-Ergebnis wuchs ohne Sondereffekte wiederum um 2 Prozent auf 755 Millionen Euro.
Für den Vorstandsvorsitzenden Arno Mahlert war das Jahr 2007 "unter dem Strich ein erfolgreiches Jahr, auch wenn Tchibo noch Schwächen aufweist und in der Restrukturierungsphase ist". Der Nettoumsatz des Kaffee- und Nonfood-Filialisten sank im vergangenen Jahr um 9 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. "Die Hauptursachen hierfür waren der Umsatzrückgang im Inland und die Restrukturierung", erklärt Mahlert. Der Anteil des Inlandsumsatzes bei Tchibo liegt insgesamt bei 77 Prozent.
Bei Beiersdorf verhält es sich nahezu umgekehrt, der Kosmetik- und Healthcare-Konzern macht 73 Prozent seiner Umsätze im Ausland. Der gesamte Nettoumsatz stieg bei Beiersdorf indes um 8 Prozent auf das Rekordergebnis von 5,5 Milliarden Euro. Sowohl für das Mutterunternehmen von Nivea und Tesa als auch für Tchibo sieht Maxingvest-Vorstandsmitglied und Tchibo-CFO Yves Müller "die grössten Potenziale im Auslandswachstum". Vornehmlich in Osteuropa, Asien und Lateinamerika.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Maxingvest-Mananger bei Tchibo zwar mit weiter rückläufigen Umsätzen. Dennoch werden die Investitionen für das Unternehmen dieses Jahr um 70 Prozent erhöht. Bis 2010 sollen alle Filialen eine Verkaufsfläche von mehr als 100 Quadratmetern haben. Zudem werde laut Müller noch mehr in die Qualität und Innovation der angebotenen Produkte investiert, um Tchibo noch klarer von den Discountern abzusetzen.
Für Juni kündigte er eine neue Bad-Serie an, die von dem Designer Terence Conran kreiert wurde. Darüber hinaus will Tchibo in den kommenden fünf Jahren mehr als 400 neue Filialen in Osteuropa und der Türkei eröffnen. Im Consumer-Bereich von Beiersdorf strebt die Konzernführung indes eine organische Wachstumsrate von 8 Prozent an und will bis 2010 einen Weltmarktanteil der Beiersdorf-Produkte von 5,5 Prozent erreichen. ejej
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