HORIZONT.NET
18.07.2008

Streit um Sammelaktion: Nestlé siegt vor Gericht


Nicht jede gezielte Beeinflussung von Minderjährigen ist wettbewerbswidrig - mit dieser Begründung lehnte der Bundesgerichtshof heute eine Klage von Verbraucherschützern gegen eine Sammelaktion für verschiedene Nestlé-Produkte ab.
 
Der Bundesverband der Verbraucherschützer hatte dem Konzern vorgeworfen die Sammelbegeisterung von Kindern und Jugendlichen auszunutzen - und auf Unterlassung geklagt. Nestlé hatte zuvor für seine Schokoriegel Lion, Kit Kat und Nuts eine Aktion durchgeführt, bei der auf der Verpackung jeweils ein Sammelpunkt aufgedruckt war. 25 dieser Bonuspunkte konnten gegen einen Einkaufsgutschein im Wert von 5 Euro bei Amazon eingelöst werden.
 
Die Richter stellten klar, dass nicht jede an Minderjährige gerichtete Sammel- und Treueaktion unzulässig sei. Die wirtschaftlichen Folgen einer Beteiligung an der Sammelaktion konnten auch von Minderjährigen hinreichend überblickt werden, so der Bundesgerichtshof. Die Rechtslage nach der neuen EU-Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken spielte laut Gericht bei der Entscheidung noch keine maßgebliche Rolle. jh
 

 

Weitere Nachrichten aus Marketing vom 18.07.2008:

Streichkonzert: Coca-Cola spart beim Marketing
Ottmar Hitzfeld zieht Werbevertrag mit der Credit Suisse an Land
Areva neuer Trikotsponsor beim 1. FC Nürnberg
Formel 1 beschert Hockenheimring Millionenverlust

Zur Übersicht
Lesezeichen hinzufügen bei
Mister Wong Yahoo MyWeb BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Link Arena Yigg Web News OneView
Nachrichten
Kreation

Seat Ibiza SC
Auch im neuen Flight für den Seat Ibiza SC setzt die Volkswagen-Tochter auf die eigenen Mitarbeiter. Für das neue Modell durften diesmal sieben Seat-Piloten der World Touring Car Championship (WTCC), darunter Yvan Muller und Gabriele Tarquini, vor die Kamera. Im Spot liefern sich die sieben ein Wettrennen zu Fuß, denn jeder will auf dem Fahrersitz des Ibiza SC Platz nehmen.

Chart der Woche
Chart_Grafik.jpg
Entscheidung am PoS
Ausgerechnet ein Spezialist für Werbung am PoS relativiert die goldene Regel, nach der 70 Prozent der Kaufentscheidungen dort fallen. Global kehrt Ogilvy Action die Formel um. Hierzulande greifen 38 Prozent der Shopper spontan zu.
HORIZONT Print
Seite1_klein.jpg
HORIZONT 36/2008 vom 04.09.2008
Das Top-Thema der Woche: Boris Schramm, Managing Director bei Group M und damit einer der einflussreichsten Mediaplaner der Republik, geht auf Konfrontationskurs zu Verlagen, die mit Pocketausgaben, Bundles und anderen Maßnahmen gegen den allgemeinen Auflagenrückgang ankämpfen.
Zum Inhalt
Infos zum Abo