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31.07.2008

Bundesliga

von Miriam Hebben,
Redakteurin Marketing / Sportbusiness

Streit um Fußball-Rechte: DFL droht mit Klage


Geht in die Offensive: DFL-Präsident Reinhard Rauball 

Geht in die Offensive: DFL-Präsident Reinhard Rauball

DFL-Präsident Reinhard Rauball hat in der Kontroverse um die TV-Vermarktung der Bundesliga noch einmal rechtliche Schritte gegen das Bundeskartellamt angekündigt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) werde auf alle Fälle juristisch gegen die Bundesbehörde vorgehen, sollte diese einen rechtskräftigen Bescheid gegen die DFL erlassen, der die Zeiten einer Ausstrahlung der Bundesliga-Berichte im frei empfangbaren Fernsehen vorschreibe.
 
"Wenn man nicht den Rechtsweg geht, manifestiert man auf lange Sicht die 18-bis-20-Uhr-Diktion des Bundeskartellamtes. Schon das greifen wir an, damit uns in zukünftigen Verhandlungen nicht vorgeworfen werden kann, wir seien nicht dagegen vorgegangen", sagt der Präsident von Borussia Dortmund in einem Interview mit Derwesten.de.
Die vom Kartellamt auferlegten Bedingungen seien inakzeptabel. Setzt sich die Behörde durch, müsse die Liga davon ausgehen, dass die TV-Erlöse künftig sogar schrumpfen statt steigen: "Warum sollte die ARD noch so viel geben wie bisher, wenn sie doch quasi eine Bestandsgarantie vom Kartellamt bekommen hat? Dann können die doch theoretisch beim nächsten Mal weit weniger bieten. Und warum muss Premiere jetzt noch so viel zahlen wie bisher?"
 
Der Ligaverband trage eine Verantwortung, die er wahrnehmen wird. "In Aachen, Augsburg oder Mainz haben wir Vereine, die zurzeit neue Stadien bauen. Die gehen davon aus, dass die TV-Vermarktung eine gesicherte hohe Einnahme ist. Wenn das nicht der Fall ist, kann es natürlich sein, dass irgendwann die Bauarbeiten eingestellt werden müssen", sagt Rauball: "Das ist keine Hysterie, sondern ein Szenario, mit dem man sich auseinandersetzen muss".
 

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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (1)
Matz sagte am 31.07.2008 um 19:24

Onkel Dagobert

Das Kartellamt muss Herrn Rauball und die DFL daran erinnern, dass es noch was anderes als das große Geld gibt: nämlich Fernsehzuschauer, die ein Recht auf aktuelle Bundesliga-Berichte haben. Aber Rauball stampft wie ein kleiner dickköpfiger Junge mit dem Fuß auf und droht nicht nur mit steigenden Eintrittspreisen für die Fans und Auswirkungen auf die Förderung des Jugendfußballs, sondern jetzt auch mit einem Baustopp für drei Stadien. Er tut einem ja richtig leid, der arme Herr Rauball, weil ihm vor lauter Onkel-Dagobert-Mentalität der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist.

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