18.06.2009
Werbeoffensive
Spot-Premiere: BMW startet erste Kampagne "Freude" seiner neuen US-Leadagentur
Vor einem Monat kündigte BMW an, auf getrennte Kampagnen für einzelne Modelle zu verzichten und zu einer langfristig angelegten Markenkommunikation zurückzukehren. Hierfür hat der Autobauer mit GSD&M in Texas erstmals eine weltweite Leadagentur aus dem Ausland gewählt. Jetzt präsentiert BMW das erste Ergebnis aus dieser Zusammenarbeit mit den US-Kreativen.
Am 20. Juni startet die Auftaktkampagne "Freude". Mit diesem Auftritt will BMW den Markenkern "Freude" noch konsequenter als bislang in den Fokus seiner globalen Marketingkommunikation rücken. Der Markenkern "Freude" bildet das emotionale Fundament für die Umsetzung und Tonalität der gesamten BMW Kommunikation.
Der Startschuss für die Kampagne fällt hierzulande am 20. Juni. Mediaplus in München schaltet den 60-sekündigen TV-Spot (Produktion: Hochkant Film, München) auf allen reichweitenstarken Sendern. Flankiert wird er von Printmotiven und Online-Maßnahmen. Die Adaption stammt weder von der bisherigen Agentur MAB noch von dem neuen Deutschland-Betreuer Serviceplan Hamburg. Stattdessen hat BMW die Kampagne "zentralseitig" für den deutschen Markt bearbeitet.
Über den Spot ist bereits vor seiner ersten Schaltung eine Diskussion unter Kreativen entbrannt. Nicht nur auf HORIZONT.NET (siehe Kommentare unten und in der Kreationsdatenbank) wird die Arbeit scharf kritisiert. Auch bei Facebook ist das Urteil vernichtend: "Kommunikation ohne Ideen für Autos voller Ideen - absurd", "Das ist bestimmt nur der Vertriebs-Motivationstag-Film, die richtigen kommen sicher noch", "Wow, Grinsekatzen fahren BMW" und "Es sieht aus wie eine Höllenmixtur aus GM-, Chrysler- und Ford-Arbeiten der goldenen 80er Jahre", sind nur einige der Kommentare, die zu lesen sind. jm
- Agenturen 27. Mai 2009: BMW bestätigt Serviceplan als neuen Agenturpartner
- Marketing 14. Mai 2009: BMW wählt Leadagentur aus den USA
- Marketing 2. April 2009: BMW: Launchkampagne für Z4 von US-Agentur
- Marketing 1. April 2009: BMW setzt MAB vor die Tür
- Kreation 18. Juni 2009: BMW Imagekampagne "Freude"
blabla sagte am 18.06.2009 um 14:13
Ach du liebe Sch....
Dann lieber gar keine Werbung. Meine Fresse: das erinnert an schlimmste Banken- und Versicherungswerbung. Mannmannmann...
ck_hh sagte am 18.06.2009 um 17:41
6, setzen.
... mehr kann man dazu echt nicht sagen. Was hat sich BMW bloss dabei gedacht?
dröga5 sagte am 18.06.2009 um 21:08
Angst essen Kreation auf
wichtiger als die Frage: Von wem ist die Kreation? sind wohl die Fragen: Von wem ist die Mafo? und: welcher "Entscheider" bei BMW versteckt sich hinter den tollen Testergebnissen? Vielleicht gibt es mal einen Fach-Redakteur, der sich traut, die Verantwortlichen für diesen Irrsinn beim Namen zu nennen? Wir sind BMW. Köstlich. Die Werbung arbeitet an Ihrer Abschaffung.
ELLIOTT sagte am 19.06.2009 um 09:59
BMW The story of joy
Man bekommt das Gefühl, dass sich hier lauter frustrierte Werber tummeln, die den Pitch nicht gewonnen haben... komischwerweise sind die Kommentare auf youTube 180° anders... Es wurden schon sensationelle Marken durch "Kreative" ruiniert. Endlich besinnt sich jemand mal auf die Basics und traut sich das zu zeigen. Mal wieder sind uns die Amis voraus und BMW traut sich! Gratulation!
schadenfreude sagte am 19.06.2009 um 10:18
schadenfreude
freude ist bei audi und mercedes
werberocker sagte am 19.06.2009 um 10:46
Zeitreise....
Verdammte Hacke ? das hätte ich BMW nicht zugetraut. Zweifellos ein mutiges Statement und auch gleichzeitig die Auflösung, der Frage nach dem ?Warum?. Zitat BMW: ?Wir bauen nicht nur Autos, wir erfinden Zeitmaschinen?. Genau da muss der Spot herkommen ? aus der Vergangenheit, einer glücklicheren Epoche der Auftragskommunikation. Aus einer Zeit in der Fett noch mit ?u? geschrieben wurde, Twix noch Raider genannt werden durfte und Michael Jackson noch eindeutig dem farbigen Teil der Weltbevölkerung zugerechnet werden konnte. Da erinnert man sich gerne, dass BMW eigentlich auch mal Flugzeugmotoren hergestellt hat (da mit den Schneepflügen war mir sogar neu) und schwer in Sachen Kunst unterwegs gewesen ist. Gab es damals nicht diesen saucoolen 8er BMW, den Prince oder Keith Haring zu modernen Kunstwerken erhoben hatte? Ich glaube ja. Und ich glaube, dass früher sowieso alles Besser war. Nicht nur die BMW-Reklame, sondern auch der Rest ?von das alles?. Ich finde den Spot also richtig klasse, vielleicht sogar bahnbrechend für das Jahr 1982. Und nachher steige ich in meinen BMW und reise in das Jahr 2009. Dann lade den Text, den ich eben auf meinem ATARI 400 geschrieben habe, hoch und verpisse mich in eine andere Zeitzone. Ach ja ? und wenn einer wissen will, wer JFK erschossen hat, ob es Jesus wirklich gegeben hat und wie Marilyn Monroe im Bett ist, einfach fragen. Ich bin gleich wieder da oder bin nie weg gewesen. Nein, ich nehme keine Anhalter mit.
CP sagte am 19.06.2009 um 10:53
Basics = Einfallslosigkeit
Die Besinnung auf Basics ist für mich hier gleichbedeutend mit Stillstand. Kreativität hat die Marke in den letzten Jahren vorangetrieben. Wenn die Zukunft der BMW-Kommunikation nun in einem Einheitsbrei und der Besinnung auf Gesehenes besteht, kann sich die Konkurrenz freuen...
dirtyoldman sagte am 19.06.2009 um 10:59
Navi versagt
Als Händlervideo in Ordnung. Da ist es auch kein Problem, dass der Film mit der Zielgruppe 60+ anfängt. Aber was soll das bitte in der Klassik? Will sich BMW aus dem Premium-Bereich abseilen? Aber wohin? Und werden die Autos nun billiger und für jedermann erschwinglich? Will ich das überhaupt? Bleibe völlig ratlos am Wegesrand zurück.
hanebüchen sagte am 19.06.2009 um 11:12
Auch nicht besser
War gerade auf Youtube. Erster Kommentar: "This is some video I would expect from Hyundai or Audi, certainly NOT BMW..BMW should be a brand with some weight, this video kind of makes BMW look cheap. Just my little opinion."
fummel sagte am 19.06.2009 um 11:13
ELLIOT
Du bist der größte Zyniker und Satiriker seit Ambrose Bierce. Einfach klasse.
OjeOje sagte am 19.06.2009 um 11:37
Super GAU
Ein Vignetten Film, der amerikanisch wirkt und deshalb für den deutschen Markt völlig deplaziert rüberkommt. Sich auf Freude am Fahren zu konzentrieren ist richtig, aber diese uninspirierte 08/15 Umsetzung sieht eher nach Dacia aus. Mercedes und Audi wird es freuen.
Carsten sagte am 19.06.2009 um 11:40
Zzzzz...
Oh tschuldigung, war kurz eingenickt. Ist er schon zu Ende?
Fahrfreude sagte am 19.06.2009 um 12:28
Was ist das?
Generell kann man darüber positiv sagen. Schöne Bilder. Toll das man mal die alten Autos wieder sieht. Aber mal ganz ernsthaft, verlorene Pitch Agentur, Ami-Neider, hin oder her. What is the fucking idea? Wir schreien nach 360Grad, mehr Ideen und Vernetzung, Zielgruppen orientierte Werbung, Kampagnen die auf fallen und über die man spricht. Ui, letzteres haben wir ja schon mal geschafft. Aber das wars dann auch. Das Ding kann hinten auch Allianz, Mercedes, etc. drauf schreiben. Das fällt keiner Sau auf. Ich freu mich das wir so viele großartige Werber in Deutschland haben, denn wenn dass das beste ist was BMW zu sehen bekam und auch deutsche Agenturen im Pitch waren, dann ist das eine ganz schöne Blamage für Deutschland. Ich bin echt platt.
Jens sagte am 19.06.2009 um 13:13
Ziemlich kacke
@Elliott: Du arbeitest wohl bei BMW @BMW: Das ist eine Messefilm und nicht Premium, ich verkauf meinen X5 jetzt. Das was mir der Spot vermittelt, krieg ich bei Hyndai für ein 1/4 des Preises. @BMWagain: Ich sag's mal mit den Worten von Peter Lustig, einfach mal abschalten.
filmfan sagte am 19.06.2009 um 13:57
krass
schon krass. die horizont-redaktion scheint von sich aus bmw-freundliche anmerkungen zu diesem spot auszustreichen. es sind gerade nur 14 kommentare online? das kann ich mir nicht vorstellen. wo sind die kritiker an denen, die hier soviel kritisieren? die kommentare scheinen hier wie in einem diktatoren-staat einfach gestrichen zu sein. oder ist das hier im rahmen der pressefreiheit zu verstehen? ich zeige nur das, was ich auch zeigen will?
Christian sagte am 19.06.2009 um 14:23
Why not?
Endlich mal Autowerbung, die mit ganz normalen Menschen auskommt. Hier geht es eben nicht um irgeneinen Werbegaga sondern um reale Emotion echter BMW Fahrer. Wer mittlerweile so abgestumpft ist, dass alles um ihn rum eh' nur noch schlecht ist, kann sich natürlich mit Anderen nicht mitfreuen. Sei's drum, setzt Dich in Deinen BMW und freu' Dich - ich tu's!
ottonormalverbraucherIn sagte am 19.06.2009 um 14:32
bisschen cheasy aber trotzdem gut.
bisschen cheasy aber trotzdem gut. und vor allem nicht so cheasy wie die heartbreaking t-spots zum beispiel. eine emotionale aufwertung der marke war überfällig, auch wenn wir am ende mit allianz o.ä. statt bmw "auflösen" können, der spot funktioniert bei ottonormalverbraucher wie mir. ich hab lust auf ne spritztour (und empfinde bmw trotzdem als hochwertig weil ich ja vorhandenes wissen habe)
O. aus K. am R. sagte am 19.06.2009 um 14:34
(Schaden)Freude.
Wer diesen Spot hat, braucht für die Schadenfreude nicht zu sorgen! Schlecht von der VW'schen "Das Auto"-Kampgne abgekupfert. Die BMW'ler sind Profis. Da denen sowas passiert ist, ist mir weniger Freude der Antrieb, denn Schadenfreude! B_itte M_ehr W_erbeforschung! Glück auf!
me.today sagte am 19.06.2009 um 15:15
Gelungen.
Wir reden alles schlecht. Daumen hoch für die Kommentare unter mir - typisch deutsch und negativ. Es ist ein toller Werbespot, der vor lauter Wirtschaftskrise endlich mal in den Mittelpunkt rückt, für was wir alle Leben: Freude. BMW drückt das nun relativ unkompliziert aus und das soll plötzlich "unkreativ" sein? Hm, klingt intellektuell, diese Kritik. Und falls die Frage aufkommen mag: ja, ich bin kultiviert und anspruchsvoll. Und ja, ich mag den Spot, weil er so einfach ist.
Saskia Bohlen sagte am 19.06.2009 um 15:30
Dankbar
Trotz aller Unbeholfenheit (Übersetzung/Adaption ist nicht glücklich) - bitte etwas mehr Geduld mit BMW. Wer bei diesem Spot wenig Freude am Zuschauen hat, soll bitte bedenken, dass dieses Ergebnis die Fortsetzung einer Entwicklung ist, die von Jung von Matt ins Rollen gebracht wurde. Jung von Matt hat die Marke BMW ins Nichts fallen lassen, um Mercedes betreuen zu können (genauso wie JvM einst Audi hat fallen lassen, um sich BMW zu sichern, damalige Begründung: BMW passt einfach besser zu uns). Die richtige Agentur ließ sich für BMW bis heute nicht finden. Und es gibt in Deutschland keine Agentur mehr, die wirklich Auto kann und will. Diesen Bereich haben ADC und GWA veröden lassen. Da kann man es BMW nicht verübeln, dass man sich von der Werbe-Elite mir ihren hohlen Rössern distanzieren will. Man kann den Spot auch so deuten: "Wir von BMW bauen nicht nur Autos, sondern demnächst auch unsere eigene Agentur, weil es zuverlässiger ist, wenn wir unsere Kommunikation Inhouse gestalten, weil wir so auch offener sein können für mehr Menschen mit Ideen." Diese Strategie wäre nicht verkehrt im Community-Zeitalter, zumal die Kreativagenturen in dieser Hinsicht eher zugeknöpft sind. Wenn dieser Spot der Anfang einer neuen Entwicklung ist (Inhouse-Agenturen), der andere Markenhersteller folgen werden, dann wäre dieser Spot ein Meilenstein, dann wäre hier jeder ablehnende Kommentar eine verständliche Reaktion auf das wirklich Neue, was generell Ablehnung hervorruft. Warten wir mal die weitere Entwicklung ab. In ein paar Jahren könnte BMW der Ex-Agentur Jung v. Matt tatsächlich dankbar sein für den unfreiwilligen Sprung ins kalte Wasser.
Sternchen sagte am 19.06.2009 um 15:43
geiler Spot
Versteh ich nicht - der Spot ist doch geil! Wenn man sich anschaut, was BMW bisher so an Werbung gemacht hat... Und in diesen Zeiten eine Kampagne zum Thema FREUDE zu machen haben wir, glaube ich, alle mehr als nötig!!!
ck1 sagte am 19.06.2009 um 15:52
Da hat wohl jemand ein ganz anderes Problem
Zunächst mal kann ich die Diskussion über diesen TV-Spot nicht ganz verstehen. Einprägsam, emotional und absolut auf den Punkt. Wer aber auf verkopfte Messages mit tot retuschierten Bildern steht, die beim Kunden schon lange nicht mehr verstanden werden, der kann das wohl nicht verstehen. Die Reaktionen von denen ich gehört habe, sind ausnehmend positiv. Also kann ich mir die zum Teil doch etwas übertriebenen Reaktionen nicht erklären. Außer sie kommen von denen, die beim Pitch wohl nicht zum Zug gekommen sind.
Redaktion sagte am 19.06.2009 um 15:57
@filmfan
Diese Unterstellung ist Schwachsinn. Es werden alle Kommentare freigeschaltet, sofern sie nicht rassistisch o.ä. sind. Außerdem gibt es Kommentare zum Artikel (an dieser Stelle) und gegenwärtig mehr als 50 weitere Kommentare zum Spot selbst: http://www.horizont.net/kreation/tv/pages/protected/show-2568.html Mein Tipp: Besser mal genauer hinschauen als gleich rummeckern.
KK sagte am 19.06.2009 um 17:02
Schöne Bilder.
Solche Beurteilungen sind ja immer subjektiv. Es sind vielleicht keine genialen und superkreativen Ideen in dem Spot zu sehen. Aber eines muss man ihm ganz klar zu Gute halten. Es sind wunderschöne Bilder, hervorragend geschnitten - gab es in den 80ern in dieser Qualtität im Übrigen nicht so - der Sound und die Stimme des Sprechers sind sehr angenehm abgemischt - wo die meisten Spots heutzutage einfach nur mit Unmengen an Kompression ausgestattet sind, so dass man schon aufgrund des gefühlt erhöhten Lautstärkepegels nur schnell wegzappen möchte. Das Besondere an diesem Spot ist, dass er nicht gleich nervt. Kann ich mehrmals sehen, ohne dass es anstrengend wird. Den ertrage ich. Die meisten anderen nicht. Insofern scheinen hier BMW und die verantwortlichen Kreativen ihrer Zeit weiter vorraus zu sein, als mancher hier denken mag ;) Und wer kann hier eigtl. mit welchen Kennzahlen belegen, dass er schon Besseres abgeliefert hat? grz, KK
Reinhard Genseleiter, IT'S LIVE! ADVERTISING sagte am 19.06.2009 um 17:05
Strategie oder Mutprobe
Das Briefing würde mich schon mal interessieren.
Bernd sagte am 19.06.2009 um 17:21
Liebe Red.
... ach bitte etwas mehr Souveränität im Umgang mit kritischen Kommentaren - auch und erst recht, wenn sie an euch direkt gerichtet sind. Wenn ein Leser (Filmfan) euch Zensur vorwirft, beleidigt man ihn nicht retour, indem man ihm "Schwachsinn" vorwirft. Solcherlei journalistische Grundregeln sollten auch in der Fachpresse gelten. Als große Systemkritiker habt ihr euch bis jetzt sowieso nicht hervorgetan, das wisst Ihr auch selbst. Also warum so bissig? Vielleicht, wenn euch dieses Image stört, wird es Zeit, euch etwas von "Campaign" und Ad Age abzuschauen? Besten Gruß vom treuen Leser, Bernd
kawumm sagte am 19.06.2009 um 17:34
@ KK
"Das Besondere an diesem Spot ist, dass er nicht gleich nervt. Kann ich mehrmals sehen, ohne dass es anstrengend wird. Den ertrage ich." Die Musik klingt wie aus einem schlechten Pornofilm. Die Menschen grinsen so dämlich, dass ich mich fremdschämen muss. Der Text ist eine Frechheit "Wir sind BMW..." Das Multipicture am Schluss kann nicht ernst gemeint sein. Aber das größte Problem ist, dass dieser Spot niemanden emotional berührt. Er zeigt Freude, löst aber keine aus. Total Belanglos. Einfach ein großer Haufen Mist. Und ich bin mir sehr sicher, dass hier nicht viele MAB-Mitarbeiter unter den Kommentarschreibern sind. Die haben das nicht nötig. Aber ich bin mir sehr sicher, dass hier einige BMW-Leute fleißig am schreiben sind. Vielleicht kann HORIZONT das auflösen? Man sieht ja, welche IP-Adresse verantwortlich ist...
-alex- sagte am 19.06.2009 um 18:04
freude am fahren?
also ich kann mich an bewegtere freude erinnern. damals hiessen die jargonbausteine: Dynamik, Faszination, Triebwerke. aber BMW scheint sich zu freuen, dass man sich in den USA derzeit nur eher moderat freuen kann und will ein wenig - wenn auch sehr wenig - freude ins land tragen. sowas freut einen doch - ist halt mehr so eine lang weilige freude. schöner götterfunken ist anders. aber das ist ja auch ein anderes B
Jay sagte am 19.06.2009 um 18:24
I like it!
... and i can assure you negative bastards: driving a beamer is freakin awesome!
KK sagte am 19.06.2009 um 18:34
@kawumm
Ich habe mich für Pornofilme noch nie groß begeistern können, insofern können wir hierbei vielleicht nicht die gleichen Assoziationen knüpfen. Aber wie schon beschrieben - subjektives Ding. Meckern kann im Übrigen jeder. Allerdings wirkt meckern ohne konkrete Verbesserungsvorschläge reichlich platt. Die Frage wer von den Kritikern was anders machen würde und warum, bleibt für mich hier unbeantwortet. Meine IP Adresse ist im Übrigen dynamisch (also schonmal kein großer Laden), insofern könnte Horizont ohne richterlichen Beschluss über die IP-Adresse maximal herausfinden, dass ich in Braunschweig hocke ;) Und einen BMW bin ich bisher auch noch nicht gefahren, geschweige denn, dass ich für das Unternehmen BMW arbeite. Auch bin ich in FFF absolut nicht Zuhause, sondern bastel Internetseiten. Insofern sind meine Aussagen in keiner Weise mit Interessen von BMW oder deren Agenturen verflochten, sondern einfach meine Meinung: Ich finde den Spot gut gemacht.
Y sagte am 19.06.2009 um 20:31
Die Kommentare
Wow! Was dieser Spot auslöst sucht seines gleichen. Hier schlägt sich sogar die Horizont Reaktion mit kräftigen Ausdrücken und ihren Lesern. Ich bin beeindruckt. Dachte ich Anfang nur "Schnarch" rüttelt der Spot wenigstens die Szene wach. Ganz im ernst liebe Kollegen. Ohne die Kommentare zu lesen, alles mal vergessen, Spot ansehen und wirken lassen. Findet ihr ihn wirklich schlecht? Findet ihr ihn wirklich gut? (Jetzt kling ich wie ein Schweizer. Hilfe) Aber mal auf den Punkt. Das traurigste ist doch, egal was der Spot ist, gut oder schlecht, er kommt von keiner deutschen Agentur und wenn also das nun das beste ist, was BMW bekommen konnte, dann muss ich mich fragen, warum wir uns aufregen. Wir können es dann definitiv nicht besser. Serviceplan schmückt sich mit BMW und macht die Adaption. Super! Ich bin beeindruckt. Also was der Spot auch immer ist, vielleicht sorgt er endlich dafür, das wir aufhören so Arrogant zu sein. Wobei, wenn ich es mir überlegen, macht mal alle weiter. Ich mach dann hier mal die home of ideas und bringe Freunde zu den Kunden. (Übrigens gefällt mir der Spot nicht, aber das ist wirklich subjektiv!)
Olli sagte am 20.06.2009 um 00:18
Immer auf die Kreativen ...
Zugegeben, diesen Film hätte jede Werbeklitsche zwischen Hamburg und München zusammen basteln können. Wäre auch billiger geworden. Aber ohne Frage muss man sich doch die Frage stellen: Welcher Marketingverantwortliche brieft so einen Unsinn ein? Und steht dafür gerade? [edited by admin] Das ist ja schließlich das Ergebnis eines extrem teuren Pitches. Unfassbar.
Bojan sagte am 20.06.2009 um 11:43
Wir sind BWM!?
Du bist Deutschland!? Mach ein Kind,freue dich deines Landes, und kaufe einen BWM. Plakativer kann man es ja gar nicht mehr ausdrücken. Das Emotionskarussell mag bei einmaligem zuschauen noch Spaß machen, aber nach 10 Runden wirds mir dann auch schlecht... Nette Idee, Umsetzung mangelhaft. Die gezeigten Gefühle erwartet einfach ein Deutscher wenn er sich in eine BWM setzt, absolut falsch platziert und sogar schädigend für BWM. Toyota, Nissan oder Honda "dürfen" vielleicht so werben, aber nicht BWM. Als Premiumhersteller sich auf die gleiche Schiene zu bewegen, finde ich zu gewagt und unüberlegt.
filmfan sagte am 20.06.2009 um 14:04
oh je oh je
Noch einmal ich. Nachdem ich sogar von der Redaktion persönlich für meinen "bescheuerten" Eintrag (Auszug aus dem Zitat der Redaktion) angeschrieben wurde, versuche ich mich in Mäßigung meiner Ausdrucksweise. Richtigstellung. In obiger Überschrift steht "Leser-Kommentare zu diesem Artikel (32)" - Stand Samstag 13:56. Komisch. Selbst die Redaktion verweist auf einen "protected-Link" (wozu eigentlich protected??), der auf mehr als 50 Einträge hinweist. Hääää? Ist das hier eine Art "Blog" oder nur die "Best of-Leserkommentare"?? Nun denn. Kommen wir zum Wesentlichen. Der Film. Rückwirkend betrachtet. Immer noch ein guter Film. Nein - kein Meisterwerk. Für wahr. Kein Medaillenfilm, wie ihn manch ein Eintragsspezialist hier hätte sicherlich kreieren können. Aber sind es nicht diese Spezialisten, die ihren Kunden mindestens bei jedem zweiten Meeting sooo tief in den Hintern kriechen, damit der Schleim beim Kunden oben wieder rauskommt? Ob sich diese Kritiker eine solche Kritik wie hier auch beim Kunden erlauben würden? Ich denke nicht. Der Film enthält alle stilistischen Mittel, um einen normalen Menschen (wir Werber sind keine normalen Menschen) auf der Straße anzusprechen. Um das Image des Herstellers zu transportieren. Nichts weiter ist und war gewollt. So macht es den Anschein. Und nun liebe Medaillen-und Nägel-Geier - Mund abwischen, weiter gehts.
Matthias S. sagte am 20.06.2009 um 20:11
Wahrnehmung?
Ich weiß nicht was ihr habt. Ich find diese Kampagne und gerade diesen Spot super, geradezu revolutionär einfach. Lachende Leute in der Automobilwerbung, wann gabs das zuletzt? Der Spot erzeugt das, was er aussagt: Freude. Zumindest bei mir. Wer rumnörgeln will soll das weiter tun. Ich freu mich lieber.
Redaktion sagte am 21.06.2009 um 09:19
@ filmfan
Hier nochmal die Redaktion, zwecks Aufklärung zur Anzahl der Kommentare: Es ist so, dass sich bei Horizont.net so ziemlich alles kommentieren lässt. Der BMW-Spot ist in einer Nachricht eingebettet, die kommentiert werden kann, und steht zusätzlich als eigener Beitrag in der Rubrik Kreation, wo ebenfalls kommentiert werden kann. Das heisst: Der Spot steht an 2 Stellen, sodass es auch an 2 Stellen Kommentare dazu gibt. Link zur Nachricht: http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/Spot-Premiere-BMW-startet-erste-Kampagne-Freude-seiner-neuen-US-Leadagentur_85049.html Link zum Spot: http://www.horizont.net/kreation/tv/pages/protected/show-2568.html Neben den inzwischen 35 Kommentaren,die unter der Nachricht stehen, gibt es beim Spot selbst in der Rubrik Kreation derzeit weitere 60 Kommentare. Übrigens auch positive, denn - wie gesagt: Es werden alle Kommentare freigeschaltet, sofern Sie nicht rassistisch oder ähnlich sind.
HH sagte am 21.06.2009 um 11:14
@Saskia
...auch wenn der Spot "selbstgemacht" wirken soll - BMW ist eine Premiummarke, von deren Glanz auch diejenigen beschienen werden, sich sich nur einen 1er oder einen Mini finanzieren können. An Premium-Demokratisierung hat es BMW also nie gemangelt, das musste nicht kommuniziert werden. Die hier gezeigte Wirklichkeitsnähe ist daher nichts anders als Orientierungslosigkeit. Da möchte man gar nicht abwarten, wie sozialistisch-selbstgemacht die anderen TV-Spots aussehen. Es ist verblüffend, wie viel Esprit jede Dr. House Folge hat mit ihren 40 Minuten, und wie wenig die Amis aus diesen 60 Sekunden gemacht haben. War die Agentur nur Baustein, nur Erfüllungsgehilfe? So unsexy hat sich BMW noch nie präsentiert. So hat sich auch Opel konsequent entzaubert. Welche Kosten das verursacht, wissen wir mittlerweile.
Spotty sagte am 21.06.2009 um 12:27
Verlierermacht
Es scheint, als würde dieser TV-Spot von denjenigen verteidigt, die in der Werbung nur mäßigen Erfolg hatten und vorzeitig aussteigen mussten. Deren geringer Anspruch offenbart sich nun im TV-Spot einer Premium-Weltmarke, so dass sie sich endlich als verkannte Visionäre begreifen und hier befreiend ausholen dürfen. Derart schlichte Gemüter mit derart dürftigen Argumenten wie "Lachende Menschen" - als hätte es vor BMW keine lachenden Menschen in der Werbung gegeben - hat BMW wirklich nicht verdient. Solche Fürsprecher mögen sich in diesem Spot zuhause fühlen, aber niemals in einem BMW.
Hanebüchen sagte am 21.06.2009 um 12:42
Absprachen?
Vorher wusste filmfan, dass es positive Reaktionen gibt, die hier nicht erscheinen? Hat er Freunde beauftragt mit positiven Kommentaren, die ihm gegenüber versicherten, dass sie den Kommentar längst abgeschickt hatten, jedoch auf einer Seite, von der filmfan nichts wusste? Auf solch einen "Befürworter der Pressefreiheit" braucht das Horizont-Team wirklich nicht einzugehen.
Hyperboreer sagte am 21.06.2009 um 14:23
Autsch...
...oh weh...
Magicwhite sagte am 21.06.2009 um 20:38
Gaahhhnnnnz ruhig, Braune(r)
Nach jahrelanger Abstinenz aus der Massenreklame möchte ich doch zu ersten Mal etwas posten: 1. Ihr habt alle recht und kämpft dafür- und das ist auch gut so. 2. Dieser Spot ist eventuell richtig für die Rezipienten, die noch nie über den Kauf eines BMW nachgedacht hatten. (Weil sonst ist, wenn man nicht schon einen hat, BMW ein "schwarzer 3er mit Prols und Gebetskettchen") ... Zitat nicht von mir. 3. Dieser Spot ist totale Panne für alle, die einen BMW haben, und deshalb (wegen des Spot(tes)nie wieder einen kaufen wollen/würden. 4. Der Spot ist doch nett gemacht und hat bei allen MAFOs keine Decodierungsextensität hervorgerufen ( = Erfahrung aus Mafo-Pitchgewinn von allen OTCs) 5. Ihr alle könnt mir doch nicht ernsthaft erzählen, (oder ich zweifele inzwischen selbst) - dass das der Vorschlag der Agentur war? 6. Hier saßen einige Mißerfolgsvermeidungsorientierte Manager am Tisch, also unter Hochdruck .... jetzt nur nichts falsch machen am Tisch... 7. ... incl. ein gehasster nassgeschwitzer Etat-Direktor, der nachts, noch vor der Präsentation ein Treatment tippte. (wie schön, dass bei 99f sich das Team noch ein Sicherheitskonzept ausdachte) Und ihr Kreativen sitzt auch immer da. 8. Der Pitch wurde gewonnen. (Der einzige Fakt! - wenn es einen Pitch gab) 9. Die Korken flogen und irgendwie war die Hoffnung da, mit der richtigen Filmproduktion wird doch noch ein Cannes-Spot draus (Kein Fakt - auch die Fiktion hat sich zum 100.000 mal nicht eingestellt) 10. Überschätzt nicht die Verbraucher, und vor allem, unterschätzt sie nicht. Aber in geiles Auto wird BMW damit (mit diesem Spot) nicht. 11. FallBeiSpiel: als damals der Audi Quattro die Rampe hochfuhr, hat das aus einer Spießerkarre was sportliches gemacht. Und es geht jetzt nicht darum, wieviele Quattros wurden verkauft, sondern wie stand AUDI hinterher da? Die haben Audi 80 verkauft wie blöd, der Rest ist Geschichte.... 12. Ich steh' dazu: Werbung ist Investment. Man sollte mutig sein usw. Und BMW war doch auf einem guten Weg, oder? 13. Was ich an Kommentaren lese, erfreut mich. Wie schön, dass sich die "Werber" nicht verändern und dazu die kleine Chance bleibt, dass Werbung was verändern kann. Sorry bei Allen, die sich angepisst fühlen. Magicwhite
MünchnerKindl sagte am 22.06.2009 um 08:27
Angenehm
...habe den spot gestern im Werbeblock gesehen, da hebt er sich wohltuend vom Rest ab.
Reinhard Genseleiter, IT'S LIVE! Advertising München sagte am 22.06.2009 um 08:34
Gut gedacht. Schlecht gemacht.
Die strategische Ausrichtung der Marke geht in Ordnung. Allerdings sin Creative- und Art Direction mangelhaft.
Freier sagte am 22.06.2009 um 09:58
von 0 auf 100
Sind über 100 Beiträge jemals schneller entstanden? (man berücksichtige auch http://www.horizont.net/kreation/tv/pages/protected/show.php?id=2568 Bei so viel Impact muss BMW ja was richtig gemacht haben.
onomo sagte am 22.06.2009 um 10:18
BMW:BUCHHALTER MACHEN WERBUNG
Dass BMW eine emotionale Marke ist, merkt man an der Vehemenz der versammelten Kritiken. Ich glaube nicht, dass die Kritik nur dem Frust der zu kurz Gekommenen entspringt. Es überwiegt die Enttäuschung darüber, dass eine der heißesten Marken der Welt glaubt, sich mit so verzagten Mitteln selbst erklären zu müssen. Wen soll das mitreissen? Menschen, die nicht wissen, was ein BMW ist? Thema Freude. Warum? Weil BMW hier ein Defizit hat? Freude sagt man nicht, Freude macht man. Als nächstes kommt dann wohl: Fahren. Und danach das Aus. Ironie des Schicksals, dass der werbliche Todesstoß ausgerechnet aus Amerika kommt. Hier entsteht nämlich gleichzeitig die technische Zukunft des Automobils: www.teslamotors.com/models
cobajashe sagte am 22.06.2009 um 11:23
-
Ich finde, die 2000 Leute, die sich das freiwillig bei youtube angesehen haben sagen mehr, als alle Kommentare hier. Willkommen im 21. Jahrhundert, BMW. Was man aus den 2000 Interessierten auch lesen kann ist, dass evtl. sowohl das Konzept/Produkt Automobil als auch die Kommunikation dafür eine Generalüberholung nötig haben. Wenn es soweit ist, habe ich auch wieder Bock auf einen Autoetat.
Saskia Bohlen sagte am 22.06.2009 um 13:03
@magicwhite
Der Erfolg von AUDI Ende der 80er Jahre basierte auf einer Strategie, die "SPORTLICHKEIT PLUS" lautete. Also SPORTLICHKEIT PLUS SICHERHEIT, SPORTLICHKEIT PLUS KOMFORT, SPORTLICHKEIT PLUS LANGLEBIGKEIT (Vollverzinkung). Neben dieser Mehrwert-Strategie verfolgte man eine direktere Zusammenarbeit zwischen Kreativen und Audi-Ingenieuren. Beide Seiten hatten den Ehrgeiz, klar verständlich zu machen, welchen Mehrwert ein Audi bietet (die Marketing-Abteilungen waren damals noch nicht so aufgebläht, dass sie einen solchen Austausch blockierten). Die Ingenieure wollten den Audi zunächst einen Gletscher hochfahren lassen, woraus die Kreativen den legendären Sprungschanzen-Spot entwickelten. Die Idee "Streichholzschachtel" für den procon-ten Spot basierte ebenfalls auf der Vorlage eines Audi-Ingenieurs. Wieder war es ein Kreativer, der das Potenzial dieser Idee erkannte und mehr daraus machte. AUDI fuhr nach der Sprungschanze erneut in die Herzen der Menschen und holte mit der Streichholzschachtel in Cannes das zweite Gold (die ersten Cannes-Gold-Gewinne überhaupt für Dtld). Was damals passierte, ist vermutlich das, was die deutsche Kreativbranche heute gerne als KREATIVE UNTERNEHMENSBERATUNG etablieren bzw. reloaden möchte. Spinner treffen Tüftler. Oder wie es Porsche Ende der 80er Jahre in einer englischen Print-Anzeige deutlich machte: "Wir schließen unsere Ingenieure so lange ein, bis wir sie hinter der Tür kichern hören wie kleine Kinder." Sollten es nicht wieder die Kreativen sein, die diese Tür zuerst öffnen dürfen? Vielleicht ist BMW mit seiner JOY-PUR-Strategie bereits auf dem Weg dorthin. Das würde ich der Marke wünschen.
Claus Thaler sagte am 22.06.2009 um 13:25
Und dazwischen gibt es nix?
@Freier: Das Argument "Viele Kommentare, also muss doch was Gutes dran sein" ist so, als würde ich in einen Hundehaufen treten und das Zeug dann in zehn Geschäften verteilen, da reden bestimmt auch alle drüber, aber das Ergebnis dürfte eher enttäuschen, oder? Ich mein nur, weil ja bei so Schlagwörtern wie "viral" gerne mal damit argumentiert wird: viele Kommentare = viel Erfolg für die Marke. Aber eigentlich überrascht mich etwas anderes viel mehr: geht es denn nur zwischen "Gewinnt in Cannes", wie hier ja manchen Kommentatoren gerne unterstellt wird und "Absoluter Schrott, wie in den 80ern"?! Gibt es keinen Entscheider auf Kundenseite, der sagt: "Gut, der Spot gewinnt vielleicht keine Awards, aber er ist trotzdem nicht so peinlich wie diese Freude-Nummer, die wir jetzt haben?" Ich arbeite weder bei Grabarz noch bei Edeka, aber die Edeka-Spots sind für mich Beispiele, wie Werbung aussieht, die zwar in Cannes nix gewinnt, aber die Witz und Unterhaltungswert hat. Diese BMW-Sachen sind einfach nur eine Zumutung.
chris sagte am 22.06.2009 um 17:57
BMW
BMW - The next Opel?
Flooo sagte am 23.06.2009 um 00:18
Klasse
Endlich besinnt sich BMW wieder auf den Markenkern "Joy". So macht man Werbung. Endlich hat BMW die Emotion wieder entdeckt...
Tray Loader sagte am 23.06.2009 um 11:21
ELLIOTT = Ellinghaus
Da postet wohl der Marketing und Brandchef von BMW..... Weg mit der Maske,
fummel sagte am 23.06.2009 um 13:25
@ ELLIOT
Du sagtst: Es wurden schon sensationelle Marken durch "Kreative" vernichtet. Das mag sein. Aber wesentlich mehr Marken, ob sensationell oder nicht, wurden durch mutloses, überfordertes, konzern-gestreamlintes oder einfach nur schlechtes "Marketingpersonal" beschädigt. BMW steht für dynamische, innovative Fahrzeuge, die auch jede Menge Spaß machen. Da sollte die Kommunikation ebenso dynamisch und innovativ sein. Und sie sollte Freude vermitteln und nicht einfach nur behaupten. Die vielen Kommentare hier zeigen in erster Linie mal, das BMW eine tolle Marke ist, die die Menschen bewegt. Und viele hier schmerzt es einfach, weil so eine tolle Marke so einen miesen Werbespot einfach nicht verdient hat. Außerdem spürt man, das die meisten hier sich intensiv Gedanken darüber machen, was kommunikativ gut für die Marke und wie man sie fördert und nach vorn bringt, um so letzten Endes ja auch mehr Autos zu verkaufen. Das Problem sind weniger die Kreativen. Das Problem sind die mut- und visionslos agierenden Marketingleute, die allesamt auf Risikovermeidung getrimmt und konzernpolitisch opportun mehr an ihrer Karriere arbeiten, als daran, was gut für Produkt und Marke ist. Oft sind diese "Kommunikationsfachleute" innerhalb des Konzern querversetzt und betrachten diese Funktion nur als einen weiteren Schritt in ihrer Karriere. Ohne Leidenschaft für die Sache, ohne Ahnung von dem, wie sich die Kunden Kommunikation wünschen. Und von dem Umgang mit den neuen Medien wollen wir gar nicht erst reden. Man definiert sich weniger durch die Erfolge, die man erzielt, als durch die Fehler, die man vermeidet. Entsprechend finden sich der typisch deutsche Marketingmensch eher in der Rolle des bedenkentragenden Neinsager als in der des kommunikativen Förderers und Vorreiters. Das alles führt zu der aktuellen, trostlosen Situation, die wir in der Autokommunikation feststellen, wenn wir uns in TV oder Print umschauen. Als jemand, der Autowerbung von Audi über BMW und Mercedes bis hin zu VW gemacht hat und die Situation von innen kennt, könnte ich hier noch viel erzählen. Tatsache ist: das wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern - und das muss der Industrie, muss uns mehr Sorgen machen, als ein mehr oder weniger guter Spot.
Benziner sagte am 23.06.2009 um 14:17
Da fliegt einem das Blech weg
...sorry, aber so nackt wollte ich BMW wirklich nicht sehen...hat hier einer ein Handtuch?
BUB sagte am 23.06.2009 um 17:43
Freude
@werberocker, dein Beitrag ist der Beste, da kommt die meiste Freude auf.
Naja sagte am 23.06.2009 um 18:19
Austauschbar
Nachdem ich 3 oder 4 Kommentare gelesen habe, weiss ich schon nicht mehr wie der Spot war und um was es gerade ging. Ein Gefühl oder eine Melodie im Ohr ist auch nicht geblieben. Irgendwie muss ich gerade an LIDL denken... Das ist aber auch schon alles was bleibt.
Michael Schäfer sagte am 23.06.2009 um 20:15
und dann kam BMW
Nach den (sehr erfolgreichen) Kampagnen von VW (Das Auto), Deutsche Telekom (Erleben was verbindet) ist das nun der 3. deutsche Konzern der voll auf Emotionsspots setzt. Vergleichsweise zu den ersten beiden Unternehmen finde ich allerdings die Umsetzung bei BMW eher enttäuschend. Der letzte Feinschliff fehlt, schade, denn ich fahre (und liebe) selbst BMW!!!!
audist sagte am 24.06.2009 um 06:53
Dafür werde ich BMW bestrafen
Seit einiger Zeit mache ich mir Gedanken über die Anschaffung eines neuen Wagens. Bis jetzt war auch BMW mit im Kreis der Kandidaten - trotz z. B. der oberlangweiligen und abgedroschenen "Maßstäbe setzen"- Kampagne für den neuen 7er. Mit dem neuen Imagespot jedoch hat sich das Thema BMW für mich schlagartig und endgültig erledigt. Ich will nicht Teil einer debil hinterm Steuer vor sich hin grinsenden Heile-heile-wir-sind-ja-alle-so-glücklich-Sonnenschein-Familie sein. Ich will ein souveränes, kraftvolles Auto, dem andere Verkehrsteilnehmer Respekt entgegenbringen. So sieht's aus. Und genau aus diesem Grund und keinem anderen werden seit Jahrzehnten weltweit erfolgreich die Autos aus München verkauft. Wer das nicht verstanden hat, ist in der BMW-Marketingabteilung komplett falsch geparkt.
Hansi sagte am 24.06.2009 um 11:54
trutschig
Altbacken, trutschig, langweilig, konformistisch. Bei Lexus bekommt man Hybrid, der heute fährt. Die deutschen Premiumhersteller stehen ratlos daneben und langweilen die Konsumenten mit ihren Messefilmchen.
KeHa sagte am 24.06.2009 um 18:00
Einfach nur peinlich ...
... für BMW und die Werber, die dahinter stecken.
BMW Fan sagte am 25.06.2009 um 10:02
hui
Besonders verarscht fühlt man sich als BMW Kunde, wenn man mit seinem Wagen in 3 Jahren 26 Werkstatt- Besuche hinter sich hat. Da kommt Freude auf - der BMW steht immer: Auf der Autobahn, in der Werkstatt, vor dem Haus zur Abholung durch den Service. Baut lieber mal wieder Autos die fahren und bietet einen Service der Freude macht!
Z sagte am 25.06.2009 um 10:59
Frustrierte Werber?
Ich glaube, dass kein ausgezeichneter Kreativer dieser Welt sich rühmen möchte, diese ?Kampagne? auf die Strasse gebracht zu haben. ?Basics? hin oder her - selbst diese kann man wirklich ohne viel Kreation highleveliger aufbereiten. Da hilft schon solides Handwerk. Wenn man von Frustration sprechen kann, dann wohl eher die Konsequenzen eines so erdbebenartigen Niveauverfalls betreffend. Denn falls selbst im Marketing einer der deutschen Vorzeigemarken sich solch unmutiges Sicherheitsdenken etablieren kann, mag man sich nicht vorstellen, welche Sog-Wirkungen das auf Marketing-Abteilungen anderer Branchen haben könnte.
Mandy sagte am 25.06.2009 um 19:49
was für ein Tamtam...
wenn Tulpenzüchter mit Cowboys.....
roquero sagte am 26.06.2009 um 17:18
Geschäftsführer
Das ist doch kein TV Spot. Das ist ein verünglückter 80er-Jahre Imagefilm, bei dem das Geld nicht für eine anständige Execution gereicht hat.
Baumann sagte am 29.06.2009 um 11:05
Klasse Werbung
Das ganze Gemäkel über die neue BMW Werbung ist absurd. Entweder ist es Brotneid, weil ja eine amerikanische Agentur die Werbung gestaltete, oder es ist sonst was. Die neue BMW Werbung ist sehr emotional, sehr ansprechend und trifft den Markenkern. Was sind dagegen die Audi Spot, wo die Autos immer in die selben Sonnenuntergänge fahren.
Alexander sagte am 17.07.2009 um 12:05
Kreative vs. Werbewirkungsexperten
Liebe Kreative, nein, es geht bei Werbung nicht darum, Awards zu gewinnen. Es geht darum bei einem Massenpublikum eine Botschaft zu verankern, dass eigentlich gerade auf dem Weg ist, neue Chips aus der Küche zu holen und NULL BOCK auf Eure Werbung hat. Es geht nicht darum irgendwas aus dem Ärmel zu zaubern, was die Jury noch nicht gesehen hat. Es geht darum, die Marke langfristig aufzubauen und eben auch zu verkaufen. Wenn der Konsument mit einem Ohr mitbekommt, dass BMW Fahrfreude heißt, und man das vielleicht sogar noch sieht, dann ist schon viel gewonnen. Genau das tut der Spot. Mehr würde sowieso nicht beim Konsumenten ankommen. Auch ich finde, der Spot könnte noch ein klein bisschen besser getextet sein, vielleicht etwas interessantere Bilder liefern (a la Porsche oder VW Imagespots), aber alles in allem bringt er ohne großes Larifari seine Kernbotschaft klar rüber. Alles gut, BMW.
Saturday sagte am 17.07.2009 um 13:50
Abwarten
Wir werden ja sehen, ob das Prinzip Austauschbarkeit auch bei einer Premiummarke wie BMW den Absatz zu steigern vermag.
H.A. Salden sagte am 12.08.2009 um 23:21
Charakterstärke
Mittlerweile ist etwas Zeit vergangen. Der Spot "Freude" läuft immer noch in deutschen Wohnzimmern, und die hier vertretenen Kreativen dürften mittlerweile eigene empirische Erhebungen gemacht haben. Beobachtung / Feststellung: der Spot kommt beim Publikum besser an als erwartet. Vermutlich spürt und honoriert das Publikum die strategische Richtigkeit und Ehrlichkeit von BMW. Kein Aufspringen auf das Elektroauto-Thema, weil das Elektroautomobil auf lange Sicht keinen Durchbruch erzielen wird. Weshalb? Im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor mit hunderten von Einzelteilen, besteht ein reiner Elektromotor aus einer wartungsfreien Spule. Würde man dieser den Vorrang einräumen, müsste man den Stecker ziehen - bei den Motorenherstellern und den vielen Zulieferern. Auch der ganze After-Sales-Markt würde zusammenbrechen. Nach den Erfahrungen mit der Finanz- und Wirtschaftskrise wird das kein Staat riskieren wollen. Die Entwicklung von Voll-Elektromotoren würde zudem darauf hinauslaufen, dass künftig alle Motoren gleich sind. Autos könnten sich nur noch über Größe, Form und Ausstattung definieren. Die automobile Leidenschaft bliebe auf der Strecke. Wettbewerb und Innovationsdrang würden erlahmen. Insofern ist es weitsichtiger, auf eine Kombination zu setzen. Ein Mix aus effizientem Verbrennungsmotor, Hybrid (next generation), Solarzellen und allem, was den weltbesten Ingenieuren in den nächsten Jahren einfallen wird. Über das Premium-Automobil kann der technische Fortschritt am schnellsten vorangetrieben werden. Weil auch das Elektroautomobil nicht die letzte und beste Lösung darstellt (Abhängigkeit von Atomstrom). Weil wir weiter forschen müssen. Mit den Geldern, die uns die anspruchsvollsten Autofahrer der Welt über den Autokauf zur Verfügung stellen - als Gegenleistung für mehr FAHRFREUDE. "Freude ist das, was uns bewegt." Mit dieser Aussage bringt BMW die künftige Entwicklungsrichtung mutig auf den Punkt, weltweit, und früher als alle anderen Hersteller. Auch wenn der Spot hierzulande kein ADC-Lob ernten konnte, so erfüllt er zumindest Kriterien, die der ehemalige Werbetexter Erich Kästner vorgab, wonach jedes gesprochene oder geschriebene Werk nach der Aufrichtigkeit des Empfindens, nach der Klarheit des Denkens und nach der Einfachheit in Wort und Satz zu bewerten sei. "Joy" ist klar, einfach und in Verbindung mit BMW aufrichtig.
Albert Salden sagte am 19.08.2009 um 08:50
Verunsicherter Markt
Heute in der Financial Times Deutschland: "Gegen den Strom. Berlin blockiert die Förderung von Elektroautos." (Jeder fünfte mögliche Autokäufer zögert die Anschaffung eines Neuwagens hinaus, um auf Elektroautos zu warten).
Z_rulez sagte am 25.08.2009 um 12:07
kaum zu glauben
dass hier tatsächlich jemand dieses Machwerk für gut befindet. Witzig auch, dass die Befürworter (bestimmt viele polofahrer dabei) den Gegnern "Frustrierte Werbeexistenzen" attestieren und nicht etwa zurecht enttäuschte BMW Fans. Diese ganze aus dem Boden gestampfte VKF (Ja ich bin der Meinung das ist VKF und nicht etwa obwohl´s gut maskiert ist Image) sollte noch mal schnell ein paar Abwrackprämiennutzer aus dem Kleinwagensegment locken bevor die staatlichen Töpfe leer sind und diese Abwrackluftblase entgültig vorbei ist und in die Geschichte als grösste Volkswirtschaftliche Fehlentscheideung der letzten Jahrzehnte eingeht. Es hat nicht geklappt. Die aktuellen Verkaufszahlen sprechen deutliche Worte, sie sind im Keller. Das Problem: Die ZG des Spots und der Abwrackprämie kauft halt eben was anderes billigeres - gerne aus dem Land des Lächelns, und die die bisher Freude am FAHREN hatten schauen halt mal was es im Bereich sportliches Premium sonst noch so gibt. Da wird BMW nochmal viel Geld in die Hand nehmen müssen, ein Vielfaches mehr als man bei diesem Anti-Marken-Spot gespart hat, um mittelfristig wieder dahin zu kommen wo sie eigentlich hingehören. Ich hoffe Sie schaffens.
PrettyBaby sagte am 17.01.2010 um 19:10
All you nee is love
also, der Film zeigt "Freude am Fahren", aber die ganzen Posts zeigen mehr: "Liebe zu BMW."Weitere Nachrichten aus Marketing vom 18.06.2009:
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