29.10.2008
WERBEVERBOTE
Sponsoringverbot für Alkohol vom Tisch
Aufatmen bei Sponsoren und Verbänden: Ein Werbeverbot für Alkohol im Sport ist nun endgültig vom Tisch. Das hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, in einem Brief an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) noch einmal deutlich gemacht.
Ähnliches ging laut einem Referent der Drogenbeauftragten bereits aus einer gemeinsam mit dem DFB veröffentlichten Presseerklärung im August hervor, „die bei diversen anderen Verbänden aber offenbar weiterhin für Verwirrung sorgte".
Davon unberührt bleibt ein angedachtes Werbeverbot für Alkohol im TV. Bätzings Forderung nach einem Aus für Alkoholwerbung in Fernsehen und Kino vor 20 Uhr geht aus einem im Juni vorgelegten Aktionspapier zur Tabak- und Alkoholprävention hervor - diese Forderung besteht nach wie vor. mh
Kontrabass sagte am 30.10.2008 um 11:32
Chance vertan
Nach dem grossen betriebenen Aufwand mit Experten-Anhörung, Konferenzen und Pressemitteilungen ist dies ein enttäuschendes Ergebnis. Eine grosse Chance ist vertan, dass die Erwachsenen-Gesellschaft etwas Vorbildwirkung hätte zeigen können, um der Prävention bei Jugendlichen zu besseren Chancen zu verhelfen. So bleibt sie wie bisher unglaubwürdig und unwirksam. Wie diese 300 Mio. Euro leicht abgelöst werden könnten, wird auf www.alkoholpolitik.ch mit der Projekt-Idee gezeigt. Hier würde sich ein wenig Aufwand für alle lohnen.
Sven F. sagte am 31.10.2008 um 18:27
Vernünftige Entscheidung
Frau Bätzing hat richtig gehandelt. Welcher kleine Fußballverein kann schon ohne Sponsorengelder überleben? Trikots, Ausstattung der Vereinsheime und viele andere Dinge wären ohne das Sportsponsoring (auch der Brauereien) überhaupt nicht machbar. Eigentlich etwas verwunderlich, warum es überhaupt in Frage gestellt wurde. Was ist daran so schlimm, wenn eine Brauerei im Stadion über die Bannerwerbung für eine Biermarke wirbt? Oder das Vereinsschild mit dem Logo einer Biermarke versehen ist?Weitere Nachrichten aus Marketing vom 29.10.2008:
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