Versicherungen
25.05.2011
Sex-Affäre: Ergo reduziert den Werbedruck
Der Versicherungskonzern Ergo zieht Konsequenzen aus der aktuellen Imagekrise. Wie das Unternehmen gegenüber HORIZONT.NET bestätigt, wird die Werbekampagne kleiner gefahren. Hintergrund sind die Negativschlagzeilen um den Vertriebsableger Hamburg-Mannheimer International (HMI).
Vorige Woche war bekannt geworden, dass HMI vor vier Jahren in Budapest eine Sex-Party für seine erfolgreichsten Vertreter veranstaltet hatte. Zudem berichtete "Bild" am Dienstag dieser Woche, dass bei sogenannten Top-5-Reisen des Unternehmens auch Kokain konsumiert wurde. Diese Darstellung hat der Mutterkonzern Ergo inzwischen dementiert und erklärt, dass die Fotos in "Bild" ein Tequila-Trinkspiel zeigen, bei dem Salz durch die Nase eingeschnupft werde.
Mit der groß angelegten Kampagne (Kreation: Aimaq & Stolle, Berlin), die im Sommer 2010 gestartet war, trat dis bisherige Versicherungsholding Ergo erstmals als Endkundenmarke in Erscheinung. Gleichzeitig wurden die Traditionsmarken Hamburg-Mannheimer und Victoria aufgegeben. Um das neue Label schnell bekannt zu machen, investierte der Düsseldorfer Konzern im vorigen Jahr brutto rund 60 Millionen Euro in klassische Medien (inkl. online). In diesem Jahr flossen laut Nielsen bislang etwa 8 Millionen Euro in die Werbung. mam
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