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18.03.2010

Viralspot

von Olaf Kolbrück,
Redakteur /Blogger

Schockvideo von Greenpeace wird für Nestlé zum PR-Debakel


Greenpeace-Viralspot zur Palmölnutzung von Nestlé

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zur Kampagne
Greenpeace treibt Nestlé und die Marke Kitkat mit einem Schockvideo im Web viral vor sich her. Dabei stellt sich der Konsumgüterriese selbst ein Bein. Nachdem Nestlé offenbar eine britische Variante des Videos bei Youtube löschen ließ, kursiert der Clip, Teil einer weltweiten Kampagne, nun lawinenartig durchs Netz.
 
Mit Blick auf Copyright-Verstöße hatte der Nahrungsmittelhersteller das Video entfernen lassen. In dem Spot prangert Greenpeace mit bitterbösen Bildern an, dass für die Herstellung von Kitkat noch immer Palmöl verwendet wird, für das ein Lieferant in Indonesien die Regenwälder rodet. Dies gefährde den Lebensraum der dort lebenden Orang-Utans.
Inzwischen ist das Video, in dem ein Kitkat-Riegel den blutigen Finger eines Orang-Utans enthält, auf unterschiedlichen Plattformen wieder zu sehen und erzeugt mehr Interesse als je zuvor. Massenweise wird es via Twitter und Facebook weiterempfohlen. Damit steigt auch das Interesse an der Aktion "Give rainforests a break".
 
Streisand-Effekt nennt sich der Reiz des Verbotenen. Benannt ist der Effekt nach dem Hollywoodstar Barbra Streisand. Sie war 2003 vor Gericht gezogen, um ein Luftbild ihres Strandhauses aus dem Web zu tilgen. Die Aufregung sorgte für eine massenhafte Verbreitung des Bildes.
 
Unliebsame Bekanntschaft mit dem Streisand-Effekt machte im vergangenen Jahr die Deutsche Bahn. Nachdem die Bahn einen Blogger an der Veröffentlichung eines bis dato kaum beachteten internen Memos zur Mitarbeiter-Rasterfahndung bei der Bahn hindern wollte, tauchte es kurz darauf an verschiedenen Stellen im Web wieder auf. Auch klassische Medien berichteten über den Fall. Die Bahn kassierte dafür Schätzungen zufolge 18 Millionen Medienkontakte.
 
Nestlé Deutschland hat unterdessen mitgeteilt, dass seit Januar 2010 der gesamte Bedarf an Palmöl für den hiesigen Markt mit so genannten Green Palm Zertifikaten abgedeckt werde. Mit diesen Green Palm Zertifikaten werde der nachhaltige Anbau unterstützt. Die Zentrale im Schweizerischen Vevey erklärt zudem, ab 2015 nur noch zertifiziertes Palmöl einsetzen zu wollen. Auch habe man die Zusammenarbeit mit einem besonders umstrittenen Zulieferer eingestellt. ork
 
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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (3)
Rudi Lanzmann sagte am 19.03.2010 um 01:09

Greenpeace-Viralspot zur Palmölnutzung von Nestlé

Immer wieder verwunderlich, wie unprofessionell, geradezu laienhaft hochbezahlte PR Manager aus Unternehmen reagieren. The Winner is: Greenpease, weil Kommunikationsprofis bei Nestlé unfähig zur Kommunikation sind. PR ist eben mehr, als einbahnstraßenmäßig das eigene Produkt hochzuloben
omx00 sagte am 19.03.2010 um 08:33

es wirkt ...

hmm. bis gestern war unsere Familie ein "KitKat-Großkonsument". Nachdem wir das Video gesehen haben, will nun keiner mehr die exitierenden KitKat-Vorräte aufessen - und nicht nur wegen dem für Gorillas wichtigen Regenwald, sondern wegen der Assoziation mit dem, was da im Video gegessen wird. Selbst wenn die kein Palmöl mehr verwenden wird sich das wohl kaum mehr ändern.
Why So sagte am 21.03.2010 um 17:39

Greenpeace-Viralspot zur Palmölnutzung von Nestlé

Danke, dass ihr mir die Augen geöffnet haben...das Video & euren Artikel habe ich die Familie mittlerweile alle vereinzelt gezeigt-(völlig Kommentarlos). Nestle hat genau das gegenteil bei uns erreicht durch deren "Unterdrückung & Verdrehung" der Wahrheit im Bezug auf fortgesezten Giergehabe...was ich persönlich abartig finde ist festzustellen das gerade ein führende 'Kommunikationsfirmen' versucht die "kommunikation" bewusst zu unterbinden! Jesus wept & Kit Kat wird in unserem Haushalt NIE WIEDER verzehrt!!!! Mit Dank & Horizont & alle noch verbliebenden mundigen Medien Networks, Whyso(GR)

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