Mediastrategie
17.05.2010
Schlecker fährt Print-Werbung zurück
Nach Aldi macht nun auch Schlecker mit einem partiellen Rückzug aus Print Schlagzeilen. Wie der HORIZONT-Schwestertitel „Lebensmittel Zeitung" berichtet, reduziert die Drogeriekette die Printwerbung zugunsten von Prospekten.
In Tageszeitungen wird Schlecker künftig nicht mehr wöchentlich, sondern nur noch alle 14 Tage werben. Zum wichtigsten Werbemedium werden Handzettel, die das Unternehmen in einer Auflage von 28 Millionen in den Filialen auslegt und direkt an Haushalte verteilt.
Schlecker begründet das Zurückfahren der Printwerbung gegenüber der „LZ" mit geringeren Streuverlusten: „Wir erreichen auch Kunden, die um unsere Filialen herum wohnen und keine Zeitung abonniert haben."
Das Unternehmen leidet nach wie vor an der Affäre um die betriebseigene Leiharbeitsfirma Meniar. Die Erlöse sanken im Geschäftsjahr 2009 von 7,42 Milliarden Euro auf 7,2 Milliarden Euro. Für das 1. Quartal 2010 konstatieren Marktforscher der Drogeriekette einen zweistelligen Umsatzrückgang von rund 15 Prozent. mh
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