29.01.2007
Rolle rückwärts: Telekom will Marketingetat für T-Com aufstocken
Mit einer Erhöhung der Investitionen in Service und Marketing reagiert die Deutsche Telekom in Bonn auf die anhaltende Misere der Festnetzsparte T-Com. Wie das Unternehmen ankündigt, soll die Position der Sparte bei der Neukundengewinnung sowie bei der Kundenbindung "mit deutlich erhöhten Aufwendungen für Service und Marketing gestärkt werden". Begründet wird die Maßnahme mit dem schlechten Geschäftsverlauf bei T-Com. Wegen des anhaltenden Kundenschwunds hat die Telekom ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2007 zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate nach unten korrigiert.
Angesichts der jüngsten Pläne deutet sich an, dass das im Herbst 2006 angekündigte radikale Sparprogramm im Marketing aufgeweicht werden könnte. Damals hatte die Telekom mitgeteilt, im Marketing bereits in den kommenden zwölf Monaten eine halbe Milliarde Euro weniger ausgeben zu wollen. Bis 2010 sollten sich die Einsparungen in Marketing und Vertrieb auf 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro summieren. Um das Ziel zu erreichen, hätte vor allem T-Com nun die Kosten senken müssen. Die Brutto-Spendings der Festnetzsparte waren 2006 sprunghaft um 70 Prozent auf knapp 170 Millionen Euro angestiegen.
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