Sparkurs
08.05.2009
Puma will bei Sortiment und Sponsoring sparen
Die Finanzkrise hat nach Adidas nun auch den Branchenrivalen Puma erreicht. Der Gewinn des Herzogenauracher Sport- und Lifestyle-Unternehmens ist im ersten Quartal dieses Jahres um satte 94 Prozent eingebrochen. Puma kündigt einen Sparkurs an. Werbeverträge mit Sportlern kommen auf den Prüfstand.
Das Zauberwort von Puma-Chef Jochen Zeitz für das kommende Jahr heißt: "Fokussieren": Das Sortiment an Schuhen, Textilien und Accessoires soll querbeet durchkämmt, unrentable Produkte vom Markt genommen werden. Der Schwerpunkt im Marketing soll künftig auf dem Fußball liegen. "Hier wollen wir unseren Marktanteil weiter ausbauen", sagt Zeitz. Erste positive Impulse sieht er im kommenden Jahr, wenn in Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft ansteht.
Im laufenden Jahr will Zeitz die Investitionen um rund 65 Millionen Euro kürzen. Der Nettogewinn sank von 90,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 5,6 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) verringerte sich ebenfalls deutlich auf vier Millionen Euro nach 125,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernumsatz stieg hingegen um 3,6 Prozent auf 697,4 Millionen Euro. Als Ursache für den Gewinnsturz nannte Zeitz ein Kostensenkungsprogramm, für das einmalig Aufwendungen in Höhe von 110 Millionen Euro angefallen seien. jm
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