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20.03.2009

Voting

Prügel-Szenen: Hornbachs Prügelspot erhitzt weiter die Gemüter


Hornbach Preiskampagne "Garden"

zur Kampagne
Die jüngste Hornbach-Kampagne zeige „nackte Gewalt aus nichtigem Anlass", geißelt HORIZONT-Kolumnist Spießer Alfons im Blog Off-the-Record den TV-Spot der Agentur Heimat. Das Commercial zeigt einen Mann, der in seinem Garten ausrastet und seinen Gegenüber verprügelt.
 
Spießer Alfons erinnert in diesem Zusammenhang an eine Grundregel des Werberats: „Insbesondere darf Werbung keine ... Form gewalttätigen, aggressiven oder unsozialen Verhaltens anregen oder stillschweigend dulden." Die Kritik hat im Blog eine breite Debatte ausgelöst.
84 Kommentare beschäftigen sich mit der Heimat-Arbeit. Einige Kostproben:
 

Wahrscheinlich wird dieser Mist jetzt wieder als gewieft und "mit Augenzwinkern" transportierte Botschaft von Heimat gefeiert. Schon beim Durchlesen des redaktionellen Textes bekommt man das Gefühl, dass egal was diese ehemalige Kreativagentur mit dem Label Hornbach versieht, als Neugeburt der Werbung zelebriert wird.

Mann Heimat - ihr konntet das doch mal richtig gut - hat Euer Agressionspotential Eure Kreativität verkümmern lassen?

Jetzt weiß ich, in welchem Baumarkt ich auf keinen Fall einkaufen werde. Der Spot spiegelt eine erschreckende Oberflächlichkeit und Gedankenlosigkeit wider.

So schlimm finde ich das alles nicht, von "brutalst zusammenschlagen" kann da ja wohl wirklich nicht die Rede sein.

Ich war selten so aufgewühlt: Der Hornbach Spot war gerade verklungen, da klingelte es an der Tür: Der Postbote! Oder ein Ninja Krieger? Egal: Er ist tot. Ich habe ihn genüsslich aufgeschlitzt, mit einem Fuchsschwanz von Hornbach für 4,99 €.

ork
 
Was meinen die HORIZONT.NET-Leser? Sagen Sie uns Ihre Meinung - und schreiben Sie einen Kommentar. (Anmerkung der Redaktion: Bis Freitag, 20. März, 13.27 Uhr hatten wir hier auch noch ein Voting zum Thema, das von außen per Scriptdurchlauf manipuliert wurde: Wir haben das Voting rausgenommen und wünschen den blöden Manipulateuren kein schönes Wochenende!!)
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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (12)
Lothar Leonhard sagte am 19.03.2009 um 17:35

Hornbach

Das ist die Art verantwortungsloser Reklame, die Nahrung liefert für Forderungen nach mehr staatlicher Kontrolle. Hier wird die sog. kreative Freiheit über jeden gesellschaftspolitischen Konsens gestellt. LL
wool75 sagte am 20.03.2009 um 12:22

Herr

Ich finde auch, dass man sich gerade etwas übertrieben über diesen Spot ereifert. Jeder, der sich über diesen Spot so sehr entsetzt, sollte mal überlegen, ob er beim ersten Sehen wirklich eine Gesichtsentgleisung hatte, empört aufgesprungen ist und gleich den Werberat kontaktieren wollte. Wem es so ergangen sein sollte, dem rate ich bei der Ausstrahlung von "Snickers - Get some nuts!" die Augen zu schliessen. Ist doch alles nur Reklame!
JvB sagte am 20.03.2009 um 12:36

egal

Hätte der gute Mann seinen "Freund" verprügelt, weil dieser ihm unterstellt er hätte das ganze nur gezahlt und nicht gemacht => dann wäre es ein guter spot gewesen den man gerne auch nach 22 Uhr zeigt! so ist es halt 08/15 + ein wenig pr. Werberat? dann doch lieber angie im Cabrio 2009
inspector clouseau sagte am 20.03.2009 um 12:55

...

ich finde den spot klasse, einer der wenigen gründe, während der pause nicht pinkeln zu gehen. mich wundert nur, wie viele kleingeister in der deutschen werbung unterwegs sind. andererseits, wenn ich mir die werbung hierzulande ansehe, überrascht es mich keinesfalls. wer sich über ein so seltenes highlight in den werbeinseln echauffieren kann, soll sich bitte weiter an ferrero spots erfreuen.
Nico Westermann sagte am 20.03.2009 um 15:45

arme deutsche werbewelt

diese debatte ist jämmerlich und zeigt das dilemma der deutschen werber und marketer auf: sie trauen den menschen weniger zu, als jeder zweitklassige hollywood film. die menschen können bis drei zählen und schauen sich freiweilig (und nächtelang!) viel härteres, polarisierenderes, kurz: spannenderes an! also bitte, liebe werber: get some nuts!
Martin Schneider sagte am 20.03.2009 um 15:53

In welchem Jahrhundert leben wir?

Ich bin der Meinung, dass 99,9% aller TV-Werbespots mehr Grund für Ethikdebatten bieten als jener von Hornbach. Harmlos. Harmloser geht es doch kaum. "Das ist die Art verantwortungsloser Reklame, die Nahrung liefert für Forderungen nach mehr staatlicher Kontrolle. Hier wird die sog. kreative Freiheit über jeden gesellschaftspolitischen Konsens gestellt." Ist das Ironie? Ja? Bitte, bitte! Kopfschüttelnde Grüße MS
Jens Brettschneider sagte am 20.03.2009 um 17:49

Falsche Diskutanten

Man sollte den Spot nicht unter Brancheninsidern diskutieren, die sowas doch grundsätzlich Klasse finden, sondern mal mit Normalbürgern. Und ich denke, von denen bekommt Hornbach mit diesem Film genauso "voll was in die Fresse" wie im Spot gezeigt. Das ist keine Idee, das ist einfach nur - ja: Prügelei. Wer den Film gut findet, der soll die Frage beantworten, warum ihm das gefällt. Vielleicht weil er Sadist ist? Oder Masochist? Oder Mitarbeiter bei Heimat-Werbeagentur?
gruber sagte am 21.03.2009 um 07:48

Alfons untragbar

Aufmerksamkeit um jeden Preis. Das Geschreibsel eines Spießer Alfons ist bigott und einfach nur noch unerträglich. Wer einen dümmlichen Werbespot in Zusammenhang mit einer Tragödie wie Winnenden stellt, verhöhnt Opfer und Angehörige. In höchstem Maße ekelerregend.
inspector clouseau sagte am 22.03.2009 um 19:45

@jens brettschneider

die unterstellung, jemand der den spot gut findet wäre heimat mitarbeiter, oder wenn nicht, dann schon mindestens sadist oder masochist, oder irgendetwas anderes als jemand der sich in den werbepausen langweilt, zeugt von einer unglaublich simplen weltsicht. ich zum beispiel bin mediaplaner. ich wünsche mir impact von tv-spots. ich will das geld meiner kunden nicht verplempern. ich will, dass meine zielgruppe spots oder anzeigen wahrnimmt und sich an den absender erinnert. leider sind die meisten kreationen aber zum vergessen, zum weiterblättern oder umschalten. das passiert mit diesem spot(und diversen anderen hornbach spots) eben nicht. lieber jens, wenn du dir das produkt ansiehst, wird dir auffallen, dass es sich haupsächlich an männer wendet, somit also hauptsächlich in männerumfeldern geschaltet wird. um in einem sport- oder actionumfeld wahrgenommen zu werden, muß ein spot mehr bieten als friede freude eierkuchen, dem durchschnittlichen heimwerker würde ich da durchaus etwas mehr testosteron und humor zutrauen als dir.
Holgar Kirschbaum sagte am 25.03.2009 um 16:27

Hr

Die Hornbach Werbung gefällt mir diesmal garnicht!!! Diese Gewaltverherrlichung ist schrecklich!
Bastian sagte am 27.03.2009 um 08:33

Ach Bitte!

So sind sie, die deutschen Bürger. Im Kindesalter die Lunge aus dem Hals gelacht bei Bud Spencer und dann mit dem Erwachsen werden kommt der Stock. Der Spot ist genial, weil er eine absolut unerwartete Wendung nimmt. Was ist daran so verkehrt? Man sieht in der Tagesschau mehr Gewalt und Blut, und die läuft zur Prime-Time. Wer gerne hört, wie Queen vergewaltigt wird, kann ja weiter in anderen Baumärkten einkaufen gehen, ich werde das jetzt erst recht bei Hornbach tun.
britta sagte am 30.03.2009 um 10:45

Find ich gut

Trifft doch den Nerv der Zielgruppe. Genervt von hohen Preisen, wird der Typ geschlagen, der es besser hat. Ein bisschen Übertreibung ist ja nichts Neues.

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