HORIZONT.NET
03.04.2008

Prostituierten-Affäre: BMW, Honda, Mercedes und Toyota kritisieren Mosley


Seit Tagen wird in der Presse über das Video berichtet, in dem Formel-1-Manager Max Mosley zu sehen sein soll. Nun reagieren große Unternehmen auch öffentlich auf die ursprünglich von der britischen Boulevardzeitung "News of the World" veröffentlichten Fotos, die Mosley bei Sex-Rollenspielen mit Prostituierten in London zeigen sollen.
 
Die deutschen Autobauer Mercedes und BMW kommentieren die Bilder, die mutmaßlich den FIA-Präsidenten beim Sex mit Prostituierten in Nazi-Uniformen und Häftlingskleidung zeigen, in einer gemeinsamen Erklärung als "abstoßend". Da der Vorgang Mosley als Person und als FIA-Chef betreffe, geht er "damit über den Motorsport hinaus. Wir erwarten eine Reaktion der relevanten FIA-Gremien", so die beiden Unternehmen in ihrer achtzeiligen Mitteilung.
 
Als erstes Unternehmen hatte sich Toyota zu der Affäre zu Wort gemeldet: "Wenn alle Fakten bekannt sind, wird es an der FIA sein zu entscheiden, ob Mosley seinen moralischen Verpflichtungen nachgekommen ist." Auch Honda nahm in einer Mitteilung Stellung: "Das Honda-Formel-1-Team ist extrem enttäuscht über die jüngsten Ereignisse um Herrn Mosley und wir sind besorgt, dass die Reputation der Formel 1 und all ihrer Teilnehmer geschädigt wird." Beim Großen Preis von Bahrein wird der 67-jährige Brite nicht dabei sein. Laut der Londoner "Times" hält der Kronprinz der kleinen Monarchie am Golf das Kommen von Mosley für "unangemessen". tk
 

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