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Procter-Mediachef Glock fordert mehr Flexibilität von Medien


Procter-Mediachef Bernhard Glock fordert mehr Ideen 

Procter-Mediachef Bernhard Glock fordert mehr Ideen

Der Konsumgüterriese Procter & Gamble (P&G) fordert angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise mehr Engagement der Medien für ihre Werbekunden. "Ich will auch von den Medien wissen, was für Ideen sie haben, um meine Botschaft effizienter und effektiver zu machen. Und nicht immer nur hören, wie ich mehr Geld ausgeben kann", sagt Bernhard Glock, Vice President Global Media & Communications bei P&G, im Exklusivinterview mit HORIZONT.

 
Glock erwartet von den Vermarktern aller Mediengattungen eine engere Zusammenarbeit mit den Werbungtreibenden, um deren Markenstrategie und Absatzziele noch stärker zu unterstützen. "Was ich mir wünsche, ist Flexibilität, um auf Markt- und Konsumentenveränderungen reagieren zu können, das kann auch schon mal kurzfristig sein", so der weltweite Mediachef des Konzerns mit Sitz in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio. Am ehesten sei diese Forderung beim Medium Online erfüllt: "Ich denke, da können andere noch viel lernen, wie man kreativ an die Sachen herangeht und sie umsetzt."

Bernhard Glock: Print hat einen strategischen Platz in vielen unserer Kommunikationspläne, weil Konsumenten gut über Print erreichbar sind.

Zumindest öffentlich schreckt Glock davor zurück, angesichts der schwierigen konjunkturellen Lage die Daumenschrauben bei den Vermarktern anzusetzen - und niedrigere Werbepreise zu fordern. "Es ist keine Lösung, sich gegenseitig zu bekriegen", so der Mediachef gegenüber HORIZONT. Das Klima für Preiserhöhungen aufseiten der Medien sei in diesem Jahr allerdings nicht gerade günstig, bestätigt der 50-Jährige. "Wir hatten in den vergangenen Monaten in allen Bereichen enorme Kostenanstiege. In vielen Ländern gibt es wirtschaftliche Probleme, damit müssen wir umgehen - auch in der Kommunikation."
 
Im Gegensatz zu anderen Werbungtreibenden macht Glock den Verlagshäusern Mut, was die Zukunft des Werbeträgers Print angeht: "Für Procter & Gamble kann ich sagen, dass wir Print nicht entdecken müssen. Print hat einen strategischen Platz in vielen unserer Kommunikationspläne, weil Konsumenten gut über Print erreichbar sind." jh
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